April, 2009


14
Apr 09

Twitter als Allzweckwaffe?

“Nu aber langsam mit de jungen Pferde” – Twitter ist nicht nur eine Allzweckwaffe bei der Wahl von Staatspräsidenten in Amerika, sondern auch Schwert für Revolutionäre? Der Eindruck drängt sich auf, wenn man Patrick Braukmann folgt.

“Der Protest gegen die Parlamentswahlen in Moldawien kam auch mit Hilfe von Handy und SMS und – nach deren Abschaltung – Internetdiensten zustande.”

Ganz sicher: twitter ist en vougue und hat tatsächlich Potenzial. Allerdings ist twitter keine Allzweckwaffe. Continue reading →


13
Apr 09

@bueti und der Stammtisch

Reinhard Buetikofer gehört zu den Politikern, die früher als andere erkannt haben, was Web-Zweinull-Tools wie Facebook und Twitter an Möglichkeiten für die politische Kommunikation bringen. Wenn man sie richtig versteht und anwendet. Also auf jeden Fall selbst bedient. In einem lesenswerten Interview mit tagesschau.de hat Buetikofer seine persönliche Sicht zu twitter, facebook & co. offenbart. Und er hat das Interview auch selbst als @bueti auf twitter promoted. Continue reading →


4
Apr 09

Professionalisierung vs. Amerikanisierung

Am Freitag abend war ich auf Einladung der Organisatoren des 5. Düsseldorfer Forums für Politische Kommunikation (DFPK) Teilnehmer einer Podiumsdiskussion. “Superwahljahr 2009 – amerikanische Verhältnisse in Deutschland?” lautete die Frage, die meine Mitdiskutanten Ulrich Sarcinelli, Hans-Jürgen Beerfeltz, Barbara Pfetsch und Godehard Uhlemann und ich unter der Moderation von Norbert Robers beleuchtet haben. So unterschiedlich das Panel besetzt war, so unterschiedlich fiel die jeweilige Betrachtung aus. Barbara Pfetsch störte die Vokabel “Amerikanisierung“, die bis dahin vielleicht zu leichtfertig und unreflektiert von allen Teilnehmern verwendet wurde. “Professionalisierung” sei treffender. Ulrich Sarcinelli wies zu recht auf die grundlegenden Unterschiede zwischen Deutschland und den USA hin, wo jede Administration mit der Freiheit – und dem Auftrag – ausgestattet wird, den American Dream jeweils neu zu erfinden. Godehard Uhlemann fand es aus historischen Gründen begrüßenswert, dass es in Deutschland “zum Glück” keine charismatischen Politikerpersönlichkeiten gebe. FDP-Bundesgeschäftsführer Beerfeltz stellte klar, dass eine Besonderheit der erfolgreichen Obama-Kampagne im Internet die Einladung zur Partizipation gewesen sei.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang das Interview von golem.de mit Mary C. Jones, Mitgründerin der Digital Activists, auf der soeben zuende gegangenen re:publica09 über das wirklich Neue und Besondere an der Obama-Kampagne. Continue reading →


3
Apr 09

Alles klar beim privaten Klinikbetreiber?

Zum Schutz unseres Gastautors Dr. Hansjörg Hermes, der sich aktuell einer Unterlassungsklage eines namhaften deutschen privaten Klinikbetreibers gegenübersieht, ist die ursprüngliche Version eines Beitrags geringfügig modifiziert. Insbesondere wird seitens unseres Autors nicht behauptet, es gebe eine geschäftliche Beziehung zwischen einer namhaften Amerikanischen Großbank (zurzeit in Schwierigkeiten). Es ist auch bisher nicht behauptet worden, es gebe eine Beziehung der amerikanischen Großbank zu einer konkreten Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die den Markennamen des Klinikbetreibers trägt. Noch ist behauptet worden, es gebe irgendeine Beziehung einer konkreten Gesellschaft irgendeines privaten Klinikbetreibers zu einer amerikanischen Großbank. Allerdings weist fette-henne.info auf den weiterhin bestehenden Link zur Website einer großen deutschen Finanzzeitung hin, die eine Verbindung vom Alleineigentümer eines großen deutschen Klinikbetreibers zu einer amerikanischen Großbank hin (die sich zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht in großen Schwierigkeiten befunden hat, bzw. davon noch keine Rede war):

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/asklepios-durch-uebernahmen-zum-marktfuehrer;2204299

Skandalös findet fette-henne.info das Vorgehen der Asklepios Kliniken GmbH, Rübenkamp 226, 22307 Hamburg, die durch anwaltliche Vertretung behaupten, fette-henne-Gastautor Dr. Hansjörg Hermes habe eine unwahre Behauptung aufgestellt. Fette-henne.info stellt klar: Weder fette-henne.info noch Dr. Hansjörg Hermes noch eine andere uns bekannte Person weiss, zu welcher Bank die Asklepios Kliniken GmbH, ihre Gesellschafter oder ihre Töchter geschäftliche Beziehungen unterhalten, und ob die betreffenden Banken in der aktuellen Situation notleidend sind oder nicht. fette-henne.info findet, dass diese Klarstellung aber den Skandal um Privatisierungen öffentlicher Kliniken in Deutschland nicht aufklärt. Im Gegenteil!


1
Apr 09

Das Kreuz mit Oskar

Die politischen Führer der zwanzig wichtigsten Wirtschaftsnationen ringen derzeit beim G20-Gipfel in London um Wege aus der Krise. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Finanzmärkte stärker an die regulative Kette nehmen. Und damit Frank-Walter Steinmeier mehr noch als Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Problem bereiten. Denn was sie fordern, hat entscheidend zum Verlust der Kanzlerschaft Gerhard Schröders beigetragen: Oskar Lafontaine hat noch als SPD-Vorsitzender die Schaffung eines engen internationalen Ordnungsrahmens für die Finanzmärkte gefordert – und Krach mit “Gerd” gekriegt. Schröder hat die Machtfrage gestellt und – kurzfristig betrachtet – auch gewonnen. Lafontaine trat von allen politischen Ämtern zurück. Langfristig hat er jedoch Schröder gedemütigt: nicht nur hat seine Kritk an der Agenda 2010 und der Eintritt samt Stärkung der Linkspartei Schröder die Kanzlerschaft gekostet. Nun steht sogar der Amerikanische Präsident an der Spitze der Kapitalismus-Kritiker und beschliesst die Dinge, vor denen Lafonatine als erster Politiker von Rang gewarnt hat. Einen besseren Wahlkampf-Helfer kann sich Oskar nicht wünschen.

Von meinem iPhone gesendet Bitte Tippfehlrr zu entschuldihen :-)


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