BILD für ALLE: Ein teurer Flop für Kai Jong Dick Man

Blogger Bastian Streitberger ist der Urheber dieses unmissverständlichen Aufkleber-Motivs

Über die rotzfreche BILD-Aktion, mit dem 60. Geburtstag des Blattes am 24. Juni noch werbewirksam Geld zu verdienen, haben wir hier bereits berichtet. Auch über die Anmaßung, die mit dieser Aktion verbunden ist. Die fettehenne.info hat sich zum Ziel gesetzt, die Hintergründe auszuleuchten und einen Beitrag zu leisten, wie das Spiel von Kai Jong Dick Man (herzlichen Dank an Tagesspiegel-Kolumnist Helmut Schümann für diesen wunderbar treffenden Vergleich) unterlaufen werden kann. Auch andere haben diesen Vorsatz gefasst, dem Springer-Verlag einen Strich durch seine schmutzige kommerzielle Rechnung zu machen. Wir verlinken alle entsprechenden Ansätze auf unserer Facebook-Seite “BILD für mich? Lass’ stecken!” Dort findet sich unter anderem auch das Musterschreiben des Kölner Bloggers und Rechtsanwalts Andreas Schwartmann. Ihm und entsprechend gleichlautenden Initiativen ist es zu verdanken, dass die Aktion anstatt zum Triumph zu einem teuren Flop werden könnte. Jedenfalls hat der Verlag seine ursprünglich unter diesem Link abrufbare Information über die Aktion vom Server genommen. Ihm schwant wahrscheinlich dass drohende Unheil, wenn sich viele Menschen auf Schwartmanns Beispiel berufen. Dann nämlich müsste die zwar umfangreiche, aber nicht besonders komplexe Vertriebsplanung über den Haufen geworfen werden. Mit unabsehbaren Folgen:
Nicht nur wäre die Behauptung unzutreffend, dass alle Haushalte (auch Werbeverweigerer) die BILD zugestellt bekommen würden. Das würde vor allem die Anzeigenkunden betreffen, die im Zweifel einen Abschlag auf den stolzen Seitenpreis von 4 Millionen Euro geltend machen könnten. Schwerer wiegen würde vielmehr die rechtliche Bindung einer entsprechenden Untersagung der unerwünschten Zustellung: Haus für Haus, Briefkasten für Briefkasten müsste genau geplant werden, wo eine BILD eingesteckt werden darf und wo nicht. Und diese Planung müsste exakt sein – und ebenso genau auch eingehalten werden. Denn sonst würde sich der Verlag möglichen Regressforderungen aussetzen, die in ihrer Höhe kaum kalkulierbar sind.
Derzeit ist es noch nicht klar, ob die Aktion bereits ob dieses unkalkulierbaren Risikos gestoppt worden ist, oder ob lediglich der Link entfernt wurde, damit sich zukünftige Zuschriften nicht mehr auf diese Verlagspublikation berufen können und dadurch ggf. hinfällig werden. Um dies zu umgehen, veröffentlichen wir hier den Link, auf dem die Publikation des Axel Springer Verlages noch abrufbar ist: Unter Google Dokuments!
Wie mir Andreas Schwartmann am Telefon bekräftigte, ist der rechtliche Gehalt der Untersagung nicht gemindert, selbst wenn BILD den ursprünglichen Link entfernt hat.
Daher empfehlen wir allen, die die BILD-Aktion unterlaufen möchten, eine gleichlautende Untersagung per Einschreiben an den Axel Springer Verlag zu senden!

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