Nachhaltigkeit


8
Jun 11

Es ist machbar, …

Soloarpark

Solarpark

Dies ist kein Beitrag über Sponti-Sprüche. Doch angesichts der Polemik, die sich aktuell aus der Union gegen die eigene Bundesregierung und deren Energiepolitik richtet, wächst die Neigung, solche Alt-Linken Protest- und Provokationssalven wieder zu beleben. Anstatt die Politik der Bundeskanzlerin und Parteivorsitzenden zu konterkarieren und Emotionen zu schüren, sollte die CDU sich anstrengen. Es gilt nicht nur Meinungsführerschaft, sondern vor allem Glaubwürdigkeit zurück zu erlangen. Auch und gerade in der Energiepolitik.
Dass es Alternativen zur Nutzung fossiler und atomarer Energiequellen gibt, muss nicht mehr belegt werden. Klaus Töpfer und Franz Alt sind nur zwei – wenn auch prominente – Fürsprecher aus der CDU für ein mithin spätes Umdenken. Es mangelt vor allem daran, die Kraft voll in Richtung eines nachhaltigen und umWELTgerechten Energiekonzeptes zu lenken.
Dass es Visionäre gibt, die sich nicht von Bedenkenträgerei abbringen lassen, sondern allen äußeren Widrigkeiten zum Trotz einfach TUN und MACHEN, zeigt das Projekt Solarpark Bindlacher Berg bei Bayreuth. Auf der Website der Betreiberfirma COSMOENERGY und auf YouTube gibt es zahlreiche Berichte und Filmbeiträge über die Entstehung und das Konzept der modernen Anlage, die durch Trackingsysteme den Wirkungsgrad der Energieerzeugung aus Sonnenlicht gegenüber festinstallierten Solarpanels um mehr als 30 Prozent verbessert.
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15
Apr 11

Das ist der Gipfel

Die Regierungschefs des Bundes und der Länder kommen in diesen Minuten im Kanzleramt zusammen, um über die Energiewende und die dafür notwendigen Voraussetzungen zu diskutieren. Politik ist ein besonderes Geschäft. Und die Energiewirtschaft ganz besonders. Es sind vor allem handfeste kommerzielle Interessen, die dort berührt sind. Und die mit (fast) allen Mitteln durchgesetzt und bewahrt werden sollen. “Machbarkeit” ist lange das Thema gewesen. Heute sind es die “Versorgungssicherheit” und “Akzeptanz”, die bemüht werden, um den Wandel der Energieversorgung in Deutschland zu beeinflussen. Im Klartext: die großen und finanzstarken Versorger sowie die Verbände, denen diese Konzerne angehören, versuchen ihre wirtschaftlichen Interessen zu sichern. Dabei treten sie sachlich auf, doch tatsächlich schüren sie enorme emotionale Ängste. Continue reading →


6
Apr 11

Die grüne Union

Was Gerhard Schröder im Mai 2005 die Landtagswahl-Niederlage seiner SPD, war am 27. März dieses Jahres die Zeitenwende in Baden-Württemberg für Angela Merkel. Zwar ist sie nicht soweit gegangen wie damals Schröder, der den Bundestag auflösen ließ. Doch seither rumort es mächtig in der CDU. Prinzipienlosigkeit und Führungsschwäche wird Angela Merkel nun vorgeworfen. Es sei ein schwerer strategischer Fehler, die Union zu einer Kopie der Grünen zu machen, heisst es mit Bezug auf das direkt nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ausgerufene Moratorium der Laufzeitverlängerung. Die Wähler würden dann eher das Original wählen. Und die Wahlerfolge von Stuttgart und Mainz scheinen dies nahe zu legen. Doch viel spricht dafür, dass dieser Schein trügt.
Die Stärke der Grünen ist nicht das Resultat einer Patentanmeldung auf Ökothemen. Richtig ist, dass die Grünen die Themen der Nachhaltigkeit konsequent seit ihrer Gründung im Programm haben. Und das zahlt sich aus. Continue reading →


15
Mrz 11

Japan und die Folgen.

Kaum hat die Bundeskanzlerin als Reaktion auf die traumatisierenden Ereignisse in Japan eine Entscheidung getroffen, steht sie im eigenen Lager und von Seiten politischer Gegner in der Kritik. Die einen werfen ihr Populismus und mangelnde Standfestigkeit vor. Den anderen geht es nicht weit genug. Möchte jemand mit ihr tauschen?
Wie angemessen die Bundeskanzlerin reagiert hat, versteht, wer die Frage stellt, um die es tatsächlich geht. Marcel Viëtor hat sie im heutigen TAGESSPIEGEL gestellt.

»… ob wir wirklich bereit wären, die Folgen eines nuklearen Super-GAUs zu tragen, wie ihn die Japaner jetzt leidvoll erfahren. Oder ob diese Folgen zu schwerwiegend sind, als dass wir sie zu tragen bereit wären, und wir uns (deswegen) von der Kernenergie verabschieden sollten, bevor das unwahrscheinlich Mögliche unsere Glaubensannahmen über den Haufen wirft.«

Dass die Bundeskanzlerin sich und ihrer Regierung für die Beantwortung dieser Frage drei Monate Zeit nimmt, ist für mich in Ordnung. Spannend wird, was danach kommt!


27
Feb 11

Merkel und Seehofer

Die Frage, ob Bundesminister zu Guttenberg den Doktortitel führen darf, ist entschieden. Er sagt, er wusste nicht, was er tat. Professor Lepsius von der Universität Bayreuth stellt (bei 3’30”) die politisch relevante Frage: Wenn er in diesem Fall nicht wusste, was er tat, weiss er es denn in anderen Fällen?
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Die Verantwortung für die daran anknüpfende Konsequenz – Amtsverbleib oder Amtsenthebung – tragen die Bundeskanzlerin und der Vorsitzende der CSU, die den Minister stellt.
Und es ist klar, weshalb sich beide schwertun, eine klare Entscheidung zu treffen: nur ein Rücktritt Guttenbergs kann ihnen helfen. Da Guttenberg dazu nicht bereit ist, müssen sowohl Merkel als auch Seehofer fürchten, im Falle einer Entlassung Guttenbergs den Zorn und die Rache seiner Anhänger zu spüren zu bekommen.
Davon wäre wohl Seehofer direkter betroffen als Merkel. Insofern ist bezeichnend, wie laut ein Mann in diesen Tagen schweigt: Markus Söder!


16
Feb 11

»If your company is doing something great, you should shout about it!«

»Eigenlob stimmt!«, schreibt Bestsellerautorin Sabine Asgodom. »Nur wer sein Wissen und sein Können gekonnt präsentiert, wird erfolgreich sein!«. Erfolg hin oder her, darüber mag jeder selbst befinden. Doch stolz sind wir mächtig! Der European Business Award hat meine Firma elfnullelf® eingeladen, eine Bewerbung für die EBA 2011 abzugeben. Nicht in Form einer Massenaussendung, sondern durch ein beharrliches Nachfassen mittels Anruf und persönlicher eMail. Die EBA werden seit fünf Jahren jährlich in London vergeben. Natürlich haben wir (noch) nichts gewonnen. Aber gezielt aus einer langen Liste europäischer und deutscher Unternehmen ausgewählt zu werden, finden mein Partner Udo Sonnenberg und ich nicht so wirklich alltäglich. Continue reading →


14
Feb 11

Purpose driven!

Als wir unsere neue Website gestaltet haben, war klar: Der Zweck der Existenz wird erklärungsbedürftig sein. Nicht jeder Besucher wird das sofort verstehen. Aber: Sollten wir deswegen darauf verzichten? Nein! Wir sind überzeugt, dass es sich auszahlt, klar Position zu beziehen und für notwendige Veränderung einzustehen. Gute Politik braucht gute Interessenvertretung. Dieser Satz, den wir als unseren Zweck der Existenz definiert haben, ist keine Forderung, sondern ein Ansporn. “If it is to be, it is up to me” lautet dieses Credo auf englisch, die Höhner haben es 2007 für die deutsche Handball-Nationalmannschaft mit dem Slogan “…, wenn nicht wir, wer sonst?” popularisiert.
Auch Ex-SAP-Vorstand Shai Agassi hat sich – wie er in einem lesenswerten Interview im heutigen Tagesspiegel bekennt – selbst in die Pflicht genommen. Continue reading →


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