Der Kompass der CDU

Angela Merkel hat eine starke Rede als Vorsitzende der CDU gehalten. Der Leipziger Parteitag 2011 hörte eine Bundeskanzlerin, die entschlossen ist, ihre Verantwortung anzunehmen, die sie als “mächtigste Frau der Welt” zu tragen hat. Und er hörte eine Parteivorsitzende, die entschlossen ist, ihre Partei programmatisch zu modernisieren, um damit die Grundlage dafür zu schaffen, “dass die CDU auch zukünftig die große Volkspartei in Deutschland bleibt.” Den Vorwurf, dabei christdemokratische Grundwerte zu verletzen, hat sie in ihrer rund einstündigen Rede unmissverständlich entkräftet. “Sie hat sich den Luxus geleistet, eine Rede zu halten, die nicht auf schnellen Beifall schielt, sondern die ausführlich erklärt und begründet,” zeigten sich im Gespräch mit fette-henne.info auch unabhängige Beobachter wie Politikberater Karl-Rudolf Korte beeindruckt.

Insbesondere hat Angela Merkel den 1001 Delegierten deutlich gemacht, dass die CDU einen Kompass hatte und hat: das Grundsatzprogramm mit den darin formulierten Werten Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Diese Werte, so Merkel, sind auch nach 65 Jahren unverändert gültig. Doch die Probleme, die sich heute stellen, sind neu. “Der Weg, den wir heute gehen müssen, ist noch niemandem gegangen worden!” Daher müssten die sich stellenden Fragen auch neu beantwortet werden, sagte die CDU-Vorsitzende weiter in ihrer Rede, für die sie mit stehenden Ovationen bedacht wurde.

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