Disputatio Guttenbergensis

Ist Karl Theodor zu Guttenberg nur deshalb noch Minister, weil – wie die Welt schreibt – der deutschen Politik die guten Männer ausgehen und Bundeskanzlerin Merkel ihn stützen musste? Oder ist er nur deshalb noch Minister, weil drei Viertel aller Deutschen eine Entlassung für unangemessen halten? Beobachtet man die deutschen Medien, könnte man diesen Eindruck gewinnen. Und damit nicht genug: geht es nach den Medien, ist Guttenberg schon überführt. Und zwar, weil seine Dissertation fremde Textpassagen enthalte, ohne dass sie gekennzeichnet seien. Deswegen, so legen SPIEGEL, Süddeutsche und andere Medien nahe, führe zu Guttenberg den Doktortitel zu unrecht.
Aber ist das so? Ist die Doktorarbeit deswegen wertlos, selbst wenn einige oder auch zahlreiche Passagen nicht aus der Feder des Doktoranden stammen sollten? Worum geht es bei einer Dissertation? Was macht die Arbeit promotionswürdig?

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat bereits 1997 Empfehlungen zur Sicherstellung guter wissenschaftlicher Praxis herausgegeben. Darin heisst es:

»Als Autoren einer wissenschaftlichen Originalveröffentlichung sollen alle diejenigen, aber auch nur diejenigen, firmieren, die zur Konzeption der Studien oder Ex- perimente, zur Erarbeitung, Analyse und Interpretation der Daten und zur Formulierung des Manuskripts selbst wesentlich beigetragen und seiner Veröffentlichung zugestimmt haben, d. h. sie verantwortlich mittragen.«

Damit dürfte klar sein, dass Guttenberg auch dann zurecht die Autorenschaft über seine Dissertation beanspruchen darf, wenn er sich zur Abfassung die Dienste von Hilfskräften gesichert hat. Voraussetzung für die wissenschaftliche Urheberschaft ist der maßgebliche Beitrag zur Konzeption, Analyse und Interpretation. Selbst die Formulierung des Manuskriptes erfordert nur maßgeblichen, keinen ausschliesslichen Beitrag des Autors! Dieser Beitrag kann auch dann maßgeblich sein, wenn er die Redaktion eines vorformulierten Entwurfes betrifft. Viel entscheidender ist jedoch der maßgebliche Beitrag zur Konzeption der Arbeit, zu Analyse und Interpretation der Daten!
Anstatt sich also mit der müssigen Frage zu befassen, welches Wort nicht aus Guttenbergs Feder stammt, sollten die Kritiker sich erklären müssen, welchen zentralen Gedanken und welche wissenschaftliche Schlussfolgerung sie an anderer Stelle zuvor bereits gelesen haben. Insofern ist auch die Einleitung einer Dissertation nicht als monolithischer Block zu sehen, der unbedingt aus der Feder des Promovenden stammen muss. Entscheidend ist die konkrete wissenschaftliche These und ihre Herleitung. Die muss vom Doktoranden stammen. Bisher ist niemand aufgetreten, der dies für Guttenbergs Arbeit bestritten hätte.

Dagegen haben sich viele selbsternannte Kritiker – auch solche, die sich die Mühsal einer Dissertation erspart haben oder nie Chance dazu hatten, sich selbst eine Meinung zu bilden, was wissenschaftliches Arbeiten bedeutet – aufgeschwungen, Guttenberg mit den Maßstäben eines belletristischen Schriftstellers zu messen. Dort ist nicht die wissenschaftliche These, auch nicht die Grundidee eines Werkes entscheidend, sondern die sprachliche Verdichtung und Eleganz des Textes. Dort, im Feuilleton und auch in den übrigen Redaktionsstuben ist es im der Tat nicht unerheblich, wer welchen Text kopiert und übernommen hat. Der Text ist dort die Leistung!
Ganz anders als in der Wissenschaft. Dort können Arbeiten promotionswürdig sein, die sich nur auf wenig und im Zweifel sehr dünn formulierten Text stützen, dafür jedoch einen bahnbrechenden fachlichen Fortschritt beschreiben. Gerade in der Jurisprudenz sind solche Arbeiten, neben der Medizin, nicht selten. Sie lesen sich spröde und sind eintönig, dafür dokumentieren sie einen ganz neuen und fortschrittlichen Ansatz zur Lösung fachlicher Probleme. Niemand jedoch bekommt in Deutschland einen Doktorgrad verliehen für seine reine rhetorische Originalität. Selbst Germanisten können das nur auf dem Wege einer Promotion honoris causa, also in Form eines Dr. h.c. erlangen.

Bundesminister zu Guttenberg hat seine Dissertation an der Juristischen Fakultät der Universität Bayreuth eingereicht und ist dort mit dem Prädikat Summa Cum Laude zum Dr. iur. promoviert worden. Es darf also angenommen werden, dass die Promotionskommission sich die Arbeit sehr genau auf ihren wissenschaftlichen Gehalt angesehen hat. Natürlich kann auch die Kommission Fehler machen. Und theoretisch kann sie auch ein promotionsunwürdiges Plagiat übersehen. Doch ist dies ein extrem unwahrscheinlicher Fall, der sorgfältig untersucht werden muss, bevor Schlüsse gezogem werden sollten.

Um so mehr erstaunt es, wie wenig die Kritiker zu Guttenbergs, die ihm laxen Umgang oder gar Betrug an wissenschaftlichen Grundregeln zur Last legen, selbst gegen ehrenhaften wissenschaftlichen Usus verstossen und die Vorwürfe öffentlich machen. Damit haben sie eine beispiellose öffentliche Medienmaschinerie ins Rollen gebracht, die Guttenberg enorm unter Druck setzt. Dabei sollten auch sie die DFG-Empfehlungen für gute wissenschaftliche Praxis kennen, die unter Punkt 8 den Umgang mit Zweifelsfällen genau beschreibt:

»Trotz ihrer zum Teil gegensätzlichen Rollen teilen der Beschuldigte, seine Institution und derjenige, der Zweifel an der Arbeit geäußert hat, das Ziel einer möglichst schnellen Aufklärung der vorgebrachten Verdächtigungen ohne öffentliches Aufsehen. Allen dreien liegt an dem Schutz ihres Rufes. Die für das Verfahren zum Umgang mit Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens aufzustellenden Regeln müssen sich an diesem gemeinsamen Interesse orientieren. Sie sollten daher zweckmäßigerweise ein abgestuftes Verfahren vorsehen:
Die erste Phase des Verfahrens (Vorermittlung) dient der Ermittlung einer Tatsachengrundlage zur Beurteilung des geäußerten Verdachts. Sie balanciert Vertraulichkeit von Informationen über den Angeschuldigten und denjenigen, der Vorwürfe erhebt, mit einer genauen Feststellung des Geschehens in vorgeschrieben kurzer Zeit. Besonders in dieser ersten Phase steht der Schutz des potentiell Unschuldigen im Vor- dergrund. Am Schluß der ersten Phase steht die Entscheidung, ob sich der Verdacht verdichtet hat und daher weitere Untersuchungen erforderlich macht oder ob er sich als gegenstandslos erwiesen hat.
Eine zweite Phase (Hauptverfahren) umfaßt zusätzlich erforderliche Untersuchungen, insbesondere Beweisaufnahmen, die förmliche Feststellung, daß wissenschaftliches Fehlverhalten vorliegt oder nicht, und schließlich die Reaktion auf einen bestätigten Verdacht. Die Reaktionen können die Gestalt von Schlichtungen oder Schiedssprüchen, Empfehlungen an Vorgesetzte oder andere oder den Ausspruch von Sanktionen – etwa auch die Verpflichtung, als unkorrekt erwiesene Veröffentlichungen zurückzuziehen oder zu korrigieren – durch die dazu legitimierte Instanz der jeweiligen Einrichtung annehmen. Der Vertrauensschutz der Wissenschaft in der Öffentlichkeit macht es erforderlich, nicht nur Ermittlung und Aufklärung, sondern auch Reaktion an einem zeitlichen Maßstab zu messen«.

Durch das öffentliche Interesse an dem Fall ist Guttenberg schwer unter Druck geraten. Wie groß der Druck ist, zeigte sich am vergangenen Freitag, als der ansonsten im Umgang mit den Medien sehr geübte Minister den Fehler beging, eine öffentliche Erklärung zur Sache (die unter einem regulären Prüfverfahren nach DFG-Empfehlung durch vertrauliche Behandlung noch nicht erforderlich gewesen wäre) zu einem Zeitpunkt abzugeben, als parallel die Bundespressekonferenz tagte. Dass die BPK dies als “unfairen” Affront werten musste, ist verständlich.
Dass Guttenberg sich in dieser Situation nicht den mit wissenschaftlichen Verfahren im wesentlichen unkundigen Fragen der BPK-Korrespondenten aussetzen wollte, auch.

Verantwortlich sind dafür die Initiatoren des Plagiatsvorwurfs um den Bremer Professor Andreas Fischer-Lescano, der sich selbst gegenüber der Süddeutschen Zeitung äusserte. Allein diese Äusserung in den Medien in einem schwebenden Verfahren um wissenschaftliche Redlichkeit ist alles andere als gute wissenschaftliche Praxis. Dass Fischer Lescano selbst politisch als Mitbegründer eines “linken Thinktanks” aktiv ist , macht die Aktion vollends fadenscheinig.

Dass sich auch weite Teile der Medien, die nicht politisch links orientiert sind, ohne weiteres auf dieses “Thema” einlassen, ist der eigentliche Skandal! Medien sollen kontrollieren. Davon lebt die Demokratie. Aber wenn Medien nur einseitig Kontrolle ausüben oder gar einem Schwarmtrieb folgen, machen Sie sich zum politischen Handlanger und tragen Mitverantwortung am Verfall des Ansehens der Politik. Genau da liegt der Skandal um die Dissertation von Dr. iur. Karl Theodor zu Guttenberg!

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12 comments

  1. Regimekritiker

    Sie haben zwar viel geschrieben, aber die Dimension des Vorgangs offenbar nicht begriffen.

    Lesen Sie http://tinyurl.com/5s8ldaf und http://tinyurl.com/4moxldg – vielleicht wird dann klar, wo das eigentliche Problem liegt.

    Die (partei-)Unabhängigkeit des deutschen Wissenschaftsbetrieb muss dank der bisher bekannt gewordenen Umstände in Frage gestellt werden.

    Hinzu kommt natürlich erschwerend, das die Arbeit mit “Summa cum laude” bewertet wurde, also eine außergewöhnliche Qualität (im positiven Sinne) aufweisen muss. Und das ist nach nahezu einhelliger Auffassung ganz offenbar nicht der Fall.

  2. Sehr geehrter “Regimekritiker” (Schade, dass Sie nicht mit Klarnamen auftreten!)
    Ich stimme dem Kommentator “Christoph” in dem von Ihnen verlinkten Beitrag zu: ein Plagiat fällt auf, bevor eine Google-Suche drüberläuft. Ob die Arbeit von Guttenberg eigenständig ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Das möchte ich den Juristen überlassen.
    Dass hier jedoch angesichts der politischen Vita beider Kontrahenten – auch Fischer-Lescano ist kein unbeschriebenes Blatt – eine ganz andere Auseinandersetzung läuft, liegt doch auf der Hand. Hier wird mit dem Begriff “Wissenschaftlichkeit” Politik gemacht. Und das stört mich gewaltig!

  3. “Fette-Henne” trifft zu 100 % den Punkt!

    Hier geht es nicht um Aufklärung oder wissenschaftliches, neutrales und objektives Vorgehen – hier geht es um die Durchsetzung eigener Interessen mit dem Verzicht auf Anstand, Würde und gutem Gewissen.

    Man sollte denjenigen, die sich hier wie die Geier auf das vermeidliche Aas schmeißen, keinerlei Aufmerksamkeit schenken. Jeder, der da mit macht, hat für mich seinen journalistischen Offenbarungseid abgegeben …

  4. Habe zum weiteren Hintergrund der Angelegenheit einen Post an anderer Stelle hinterlassen: Politische Wilderer kennen keine Big Five for Life

  5. ichhabsiegelesen

    hm, also man geht jetzt eben mal schön der reihe nach vor, in mühevollster kleinarbeit eben, und fängt mit plagiaten an. ich denke, auch über die tatsächlichen erkenntnisse, die die ‘diss’ hervor gebracht hat – oder nicht hat – werden wir noch viel erfahren. aber ich würde mir da an ihrer stelle keine zu großen hoffnungen machen, denn auch hier gibt es schon einige hinweise, wenn auch noch nicht hieb- und stichfeste, die eher das gegenteil nahe legen, aber lassen sie sich überraschen oder prüfen sie selbst nach (ehrlich gesagt, wer die ‘diss’ nicht gelesen hat und seiten pro oder contra zur causa ktvuzg schreibt diskreditiert sich für mich sowieso).
    mich persönlich freut es, dass ein hauch von wikileaks und transparenz in den wissenschaftsbetrieb weht, denn mir wäre eine politisch unabhängigere professorenschaft lieber.
    wenn ktvzg sonst schon nichts nennenswertes geleistet hat, dann vielleicht ja durch seine diss indirekt und sei es nur, dass grundzüge wiss arbeitens einer breiten mehrheit nun viell etwas näher gebracht werden, ich meine, hoffen darf man ja;) des weiteren finde ich es nicht schlimm, wenn akademischer dünkel dabei verloren geht, allein ihre formulierung, die bpk-korrespondenten unterstellt sich nicht auszukennen was wiss verfahren angeht ist schon arrogant. nun ja, glücklicherweise gibt es andere, die durchaus bereit sind, wiss verfahren in frage zu stellen, man muss ja nicht immer nach dem deswoarallweilschoso verfahren.
    und zu guter letzt, selbst wenn es ein ehemaliger stasispitzel gewesen wäre, der das publik gemacht hätte, was ändert das daran, dass ktvuzg im großen stil plagiiert hat? wenn so etwas nur von menschen, die sich in linken think-tanks bewegen, angestossen werden kann, nichts wie hin! wie hat schon mal jemand so schön geschrieben: don’t shoot the messenger!

  6. Liebe(r) ichhabsiegelesen (Schade, dass auch Sie nicht offen auftreten),
    Ich freue mich sehr über den Beitrag! Vom Ende her betrachtet, also wenn feststeht, was Sache ist, wird sich leicht klären lassen, was statthaft war und was nicht. Leider wird im aktuellen Fall wenig beachtet, dass es gerade auch im Interesse einer politischen Minderheit wichtig ist, Anklage und Gericht voneinander zu trennen! Das geschieht nicht. Auch nicht von seiten der BPK-Korrespondenten. Das Verfahren zur Prüfung von Plagiatsvorwürfen läuft eben gerade nicht rechtsstaatlich ab, wenn jede Minute neue “Fakten” aufgetischt und öffentlich “bewertet” werden. Warten wir es doch alle ab! Was die Kommission befindet – und danach ist es Sache der Öffentlichkeit, Ergebnis und gerne auch Verfahren zu kritisieren. Nicht vorher! Der “linke” Hintergrund der Anklage ist als solches völlig ohne Belang. Wenn Sie allerdings – wie Fischer-Lescano – den Rahmen, auf den sie sich beruft, selbst verlässt (indem er das Verfahren nicht abwartet, sondern selbst an die Öffentlichkeit geht), wird ihr Handeln fragwürdig und ihr “politischer Fahrplan” zum Pluspunkt für den Angeklagten. Denn: dass Guttenberg Politiker und Minister ist, macht für den Tatbestand keinen Unterschied. Weder zu seinen Gunsten, noch zu seinen Lasten. Und genau deswegen hat auch er ein Recht darauf, dass das Verfahren keine eigene Dynamik annimmt. Geschieht das doch, kann es rechtsstaatlich nur zur Folge haben: “Im Zweifel für den Angeklagten”!

  7. Der Artikel ist argumentativ ziemlich schwach, ehrlich gesagt.

    Das wird schon offensichtlich dadurch, dass die zur Diss gehörende Erklärung, dass die Arbeit nur mit den angegebenen Quellen erstellt wurde, ignoriert wird. Die saubere Dokumentation der Quellen ist ebenso Teil der wissenschaftlichen Leistung wie der Beitrag der Arbeit zur Fortentwicklung von Wissenschaft, nicht zuletzt deswegen, dass nur eine saubere Dokumentation der Quellen überhaupt erlaubt festzustellen, wo der eigene Beitrag eines Autors bzw. einer Autorin liegt.

    Und wenn offensichtlich problemlos nachgewiesen werden kann, dass diese Dokumentation in vielen Fällen in einer Doktorarbeit nicht erfolgt ist, sind zumindest öffentliche Zweifel erlaubt, auch am eigentlichen wissenschaftlichen Mehrwehrt, egal welcher politischen Ausrichtung die Zweifler angehören.

  8. Alles richtig, Ron. Die Zweifel sind erlaubt. Wann und wie sie vorgetragen werden ist allerdings die Frage.
    Nochmal: es gibt einen Prozess, wie soetwas abzulaufen hat. Und dieser Prozess sieht eine nichtöffentliche Behandlung der Angelegenheit bis zum ABSCHLUSS der Prüfung vor. Muss zum Schutz aller Beteiligten auch so sein, weil eine Prüfung ERGEBNISOFFEN sein muss (sonst wäre es keine Prüfung, sondern eine Feststellung oder gar eine Farce). Da ein Freispruch für den Ankläger und ein Schuldspruch für den Beschuldigten unangenehme Folgen hat, muss durch die vertrauliche Prüfung sichergestellt werden, dass weder der eine noch der andere unberechtigt negative Folgen erleiden muss. Dass Fischer Lescau diesem durch öffentliches Auftreten vorgegriffen hat, ist mindestens ebenso unverfroren wie die Schutzbehauptung eines Übeltäters. Ob Guttenberg einer war, oder nur ein armer Tropf, bleibt abzuwarten. Doch selbst seine wenig souveräne Salami-Taktik ist möglicherweise eine Folge des irregulären Verfahrens. Wahrscheinlich ist, dass Guttenberg die Promotion zu unrecht erfahren hat. Sicher ist selbst das heute nicht. Denn darüber entscheiden einzig zu allein die Gutachter! Nicht Sie, nicht ich, nicht Fischer-Lescano und erst recht nicht der SPIEGEL.

  9. Die Argumentation verstehe ich absolut.

    Das ist so, als wenn ich auf der Straße stehe und sehe, wie jemand einer Frau die Handtasche stiehlt, um dann den Leuten, die ihn aufhalten wollen zuzurufen: “Lasst ihn laufen, wenn er ein Dieb ist, wird ihn die Polizei schon fangen!”

  10. Merkwürdig, oder? So sieht es auf den ersten Blick aus.

    Nur: wer ist hier die alte Dame? Und wer der Dieb?

    Ich denke, Sie haben ganz genau verstanden, was mein Punkt ist:
    Guttenberg wird Verstoss gegen die Regeln guter Wissenschaft vorgeworfen. Und den Vorwurf kann man erheben. Er ist auch nach allem, was er selbst gesagt hat, begründet. Doch dann muss das Verfahren nach genau diesen Regeln für gute Wissenschaft auch ablaufen. Und die sehen eine vertrauliche Prüfung vor!

    Würde die Prüfungskommission einen Persilschein ausgestellt haben, dann wäre das Verfahren, wie es jetzt lief, angemessen sein. Allerdings dann nicht mit Guttenberg, sondern den Mitgliedern der Prüfungskommission am Pranger. Nur ist es dazu nicht gekommen …

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