Eine üble Geschichte

Das politische Berlin erlebt einen üblen Skandal. Jörg Tauss, SPD-Generalsekretär in Baden Württemberg, Experte für Neue Medien und Mitglied des Bundestages, wo er sich gegen das BKA-Gesetz und Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen hat, steht unter schwerem Verdacht! Er soll Kinderpornografie bezogen und verbreitet haben. Die Ermittlungen gegen einen Verdächtigen aus Bremerhaven führten zu Tauss. Die Immunität des Abgeordneten wurde aufgehoben, so dass die Privat- und Büroräume von Tauss durchsucht werden konnten. Es gibt bereits Rücktrittsforderungen gegen ihn wie auch Solidaritätsaktionen.

In einem Kommentar auf der Seite Netzpolitik.org habe ich dazu festgestellt: Es ist eine sehr merkwürdige Geschichte, die mindestens zwei plausible Lösungen hat, aber leider auch mindestens zwei!
Gut denkbar, dass einem lästigen Kritiker belastendes Material untergejubelt werden sollte, um ihn aus dem Weg zu räumen. Die zahlreichen Stimmen von Kennern der Internet-Szene sprechen für sich. Tauss geniesst dort noch immer einen sehr guten Ruf als integrer Experte.
Mindestens ebenso plausibel ist es aber leider, dass dieser Expertenstatus auch als “perfekte Tarnung” missbraucht worden sein könnte. Dass T. nun schweigt, irritiert seine Unterstützer sehr.  Sie wundern sich, warum Tauss, der einer der wenigen echten Web 2.0 – Experten mit eigenem Twitter-account ist, nicht die Möglichkeiten nutzt, die dieses Medium selbst einem Beschuldigten bietet. Die zweite Wahrscheinlichkeit wächst mit jeder Stunde des Schweigens …

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