Fritz Pleitgen: “Ich bin sehr unsicher, ob die Vorwürfe so stimmen!”

Ist »sehr unsicher« ob die Vorwürfe gegen Christian Wulff so stimmen, Fritz Pleitgen will nicht in den Chor einstimmen.

Fritz F. Pleitgen, ehemaliger WDR-Intendant kritisiert Bundespräsident Christian Wulff für seine Fehler in der “Mailbox-Affäre” mit der BILD-Zeitung. Aber er fragt ebenso kritisch nach dem Beitrag der Medien zu dieser Affäre. “Kein Mensch glaubt, dass Wulff Diekmann einschüchtern konnte”, sagte der erfahrene Journalist in der ARD-Sendung “Hart aber Fair” vom 9. Januar 2012. Dabei ließ er sich auch von Moderator Frank Plasberg nicht in seinem Urteil beeinflussen und war neben den eher vorhersehbar selbstgerechten und eigeninteressierten Beiträgen anderer Teilnehmer zweifellos das Higlight der Sendung. “Wir sollten uns lieber über Kinderarmut unterhalten”, ist eine Forderung, die man den Worten Pleitgens entnehmen konnte. “Ich wehre mich dagegen, dass wir nun alle in diesen Chorus einstimmen. Ich bin sehr unsicher, ob die Vorwürfe so stimmen”, sagte Pleitgen. Skandalös war dagegen die tendenziöse Fragestellung durch Frank Plasberg: “Jemand der sich nicht einmal bei einem so geringen Fall selbst verteidigen kann.” Wie bitte: Pleitgen sagt, die Medien tragen durch aufbauschen (“jedes mal eine Top-Meldung”) und ständiges Wiederaufkochen (selbst Plasberg kochte die Sendung Günther Jauch wieder auf) zu einer Hetzjagd bei und Plasberg beklagt, dass sich der Bundespräsident nicht verteidigen kann. Ich glaube, ich bin im falschen Film. Fritz Pleitgen, bitte übernehmen Sie!

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