Grinsende Steaks

Der Verbraucher, der Wähler, der Mensch… Die Fürsorge der politisch Handelnden für die ach so mündigen Bürger ist beinahe allumfassend. So wichtig das Thema Verbraucherschutz auch ist, an manchen Stellen wird über das Ziel hinaus geschossen. Oftmals wird der “Verbraucher” gar nicht gefragt. Es wird ihm im Wege der Einkanalkommunikation lediglich gesagt, was der darf und was er nicht darf. Jüngstes Beispiel ist der gestrige Beschluss der Länderverbraucherschutzminister anläßlich ihrer Konferenz in Potsdam, bis Ende 2010 ein Konzept vorzulegen, wie Restaurants bundesweit bewertet werden können, damit dem armen Verbraucher nicht irgendwann ein Stück Gammelfleisch oder eine ranzige Pommes auf dem Teller landet. Muss der “Verbraucher” vor allem und jedem geschützt werden? Oder ist es einfach nur schön leicht, auf diesem Feld Politik zu machen? Im Grunde kann ja niemand etwas dagegen haben, wenn andere vor den Unbillen des restaurativen Essens geschützt werden. Vielleicht tut es aber manchmal auch ein wenig Aufklärung. Meistens spricht sich schlechter gastronomischer Service schnell rum und über die Qualität der Küchen im Lande gibt es ohnehin schon Regalmeter ohne Ende. Aber gut, muss sich der Verbraucher halt in Zukunft wieder um eine “Baustelle” weniger kümmern. “Vater Staat” nimmt ihm die Entscheidung ab, wo er sein Smiley- Steak zu sich nimmt. Hoffentlich geraten die Verbraucher nicht irgendwann einmal in die völlige Hilflosigkeit, wenn sie selbst entscheiden müssen, wo sie was essen oder trinken. Dann wäre nämlich Schluss mit dem Verbrauchen – Smiley hin oder her!

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