Keine Lösung? Was dann??

Klaus Töpfer ist ein Mann, der für eine eigene Meinung bekannt ist. Und dafür, gerne gegen den Strom zu schwimmen, wenn es dem Ziel dient. Sein Ziel: Umweltpolitik zu dem Stellenwert zu verhelfen, die sie verdient. Klarer noch als seine Aussage zu Schwarz-Grünen Koalitionen im Bund ist seine Aussage zur Kernenergie: Sie ist keine Lösung! Was er nicht wörtlich sagt, aber klar begründet: Atomkraft ist ein Problem!
Für nur vier Prozent der weltweiten Energieproduktion werden bis heute ungelöste Probleme für eine sichere Endlagerung in Kauf genommen. Asse II, Gorleben und Morsleben belegen eindrucksvoll, wie schmal der Grat ist, auf dem die Akzeptanz in der Bevölkerung basiert. Die akuten Risiken ungeplanter Störfälle sind dabei noch unerwähnt.

Töpfer holt die Leute da ab, wo sie stehen. Er weiß in der Demokratie geht es nur im Konsens mit der Mehrheit. Damit die sich verändern, anstatt zu verhärten in ewig gestrigen Positionen, helfen Maximalforderungen nicht weiter. Jedenfalls nicht als erste Maßnahme. Deswegen schwimmt Töpfer zuweilen auch mit dem Strom, wie 1988, als er den Rhein durchschwamm, um nach einer Reihe von Chemieunfällen die Menschen zu beruhigen. Doch Töpfer weiss: nicht langfristig, sondern schon auf mittlere Sicht, muss sich das Umweltbewusstsein in den Industrienationen kräftig weiterentwickeln. Auch in seiner Partei, der CDU. Dazu braucht es Glaubwürdigkeit. Töpfer ist Amtsvorgänger Angela Merkels als Umweltminister. Er ist das umweltpolitische Gewissen der CDU. Töpfer drängt. Auf seine Art. Diplomatisch, wie es von einem Ex-UNEP-Chef erwartet werden kann. “Atomkraft ist keine Lösung“, und meint: “auch nicht für die Klimafrage”!
Es ist kein Zufall, dass sich Töpfer just heute mit einem Bekenntnis zu Schwarz-Grün zu Wort meldet! In vier Wochen ist Bundestagswahl. Dabei geht es um mehr, als um eine Abstimmung zu Konjunkturprogramm und Abwrackprämie! Wer Klaus Töpfer liest und zuhört, kann das wissen!

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