Lieber ein Dutzend Vitamintabletten als einen Keks mit Konservierungsstoff E280

Wer heute der Lebensmittelindustrie glaubt und dieser tatsächlich abnimmt, dass Xxxtivia den Blähbauch reduziert und Xxxtimel die Abwehrkräfte stärkt, sodass eine Grippeschutzimpfung gar nicht mehr notwendig ist, oder in Lachgummi Vitamine stecken, der muss von allen Geistern verlassen sein. Und dasselbe kann man von den Autoren zur Änderung des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuchs behaupten. Wer Nahrungsergänzungsmittel (sprich Vitalstoffe, der Name verrät es, sie vitalisieren den Körper) mit Lebensmittelzusatzstoffen (auch Konservierungsstoffe mit der irreführenden Bezeichnung E220, etc. pp. versehen, genannt) vergleicht, der hat im Grundsatz in Biologie nicht aufgepasst.

Jeder rational denkende Mensch weiß, dass unser Körper nicht alle notwendigen Vitamine pro Tag aufnehmen kann (das ist einfach nicht machbar, da es keiner schafft täglich 6 Mal pro Tag Obst und Gemüse zu sich zu nehmen). Darüber hinaus ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Obst und Gemüse, das noch nach drei Tagen wie frisch geerntet aussieht, seit Jahren stetig an Vitalstoffen verliert (ach, warum nur?). Da ist es nicht verwunderlich, dass man gern zu Vitalstoffen greift, die dem Körper die benötigte Zufuhr an Vitaminen geben. Was gibt es daran auszusetzen? Eigentlich gar nichts. Offenbar, doch. Der Politik scheint es nicht zu gefallen, dass der Mensch auf seine Gesundheit achtet und argumentiert damit, dass Nahrungsergänzungsmittel schädlich sind. Auch von Wissenschaftlern und Ärzte wissen wir, Nahrungsergänzungsmittel sind generell schlecht, diese braucht der Körper nicht, denn mit Nahrung nimmt er ausreichend Vitamine ein, wenn er sich ausgewogen ernährt.

Ausgewogen ernährt? Wer heutzutage glaubt, dass wir uns ausgewogen ernähren, bloß weil die Supermärkte eine Reihe von sogenannten „gesunden“ und „vitaminreichen“ sowie „konservierungs-“ und „zuckerfreien“ Produkten anbieten, der irrt ebenfalls. Nichts davon ist wahr. Und wer nicht genau auf der Kekspackung die Zutaten abliest, könnte seinem Körper einen viel größeren Schaden anrichten, als man glaubt.

Aromastoffe, Konservierungsstoffe, Zucker – das sind die Mittel gegen die man sich auflehnen müsste, wenn einem die Volksgesundheit am Herzen liegt und nicht gegen harmlose Nahrungsergänzungsmittel. Da muss die Politik noch vieles lernen. Denn nicht die Nahrungsergänzungsmittel sind schuld an der Fettleibigkeit und an Volkskrankheiten wie Diabetes und Krebs, sondern viele Produkte in unserem Einkaufswagen.

Dass die Lebensmittelampel nicht durchgesetzt werden konnte, ist bei näherer Betrachtung nicht verwunderlich. Geschadet hätte sie ja nur den Machern der „Lebensmittel“ (eine ebenso irreführende Bezeichnung!). Genutzt hätte sie den Verbrauchern – mehr noch sie wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung – der Schaffung eines mündigen Verbrauchers. Stattdessen probiert sich die Politik in Dingen, die sie nicht versteht: Anstatt einer Entwertung von Vitalstoffen als Lebensmittelzusatzstoffe, sollte sie sich lieber Gedanken machen, was die 3000 erlaubten Aromastoffe in den nächsten Jahrzenten unserem Körpern antun werden. Es scheint noch nicht bis ganz nach oben durchgesickert zu sein, dass gesunde Menschen keine Belastung für das „kranke“ Gesundheitssystem Deutschlands darstellen. Daher wäre es mehr als notwendig, den Menschen gesund zu erhalten, als ihn täglich „Giftmitteln“ auszusetzen.

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