Nicht auf Gegenseitigkeit – wie dann?

»Lafontaine und ich haben uns gegenseitig niemals denunziert.«

Gregor Gysi ist ein begabter Politiker mit großen rhetorischen Begabungen und sehr scharfem Intellekt. Ein anderes Wort für Intellekt ist Verstand. Gysi hat Verstand. Auch wenn seine Politik oft und zuweilen hart bis ins persönliche kritisiert wird, ist sie doch verständlich. Und zwar auf der Basis der politischen Biografie und der Programmatik, die Gysi seit vielen Jahren in der SED/PDS/Linkspartei lebt. In einem aktuellen Interview im Tagesspiegel sagt er vordergründig, was ihn bewegt: »Mir ist wichtig, die Vereinigung der Linken hinzubekommen.«
Gysi versteht es, politische Botschaften  zu prägen wie nur wenige. Um so bemerkenswerter ist das heutige Interview, weil es hintergründig Interpretationen zulässt, die im Zusammenhang mit Gysis Verhältnis zur DDR Staatssicherheit (Stasi) bedeutsam sein könnten: Ist Gysi ein doch ein Spitzel gewesen?

Angesichts seines messerscharfen Verstandes und der Erfahrung mit Interviews, erscheint es bemerkenswert, welche Sprache Gregor Gysi verwendet: Auf sein enges Verhältnis zu Oskar Lafontaine und die damit verbundene Enttäuschung vieler ostdeutscher Weggefährten angesprochen, spricht Gysi – ohne Not – über Denunziation. Und wie!!
Weder ist Gysi auf das Thema Denunziation und Spitzeltätigkeit) angesprochen worden. Noch sagt er unzweideutig »Lafontaine und ich haben niemals denunziert.« 
Statt dessen schränkt Gysi diese für politische Hygiene an sich unverzichtbare Selbstverständlichkeit nicht nur ein. Er entwertet sie geradezu, in dem er bekennt, er und Lafontaine hätten sich »gegenseitig« niemals denunziert! Dieser Satz wirft gerade dann ihn jemand wie Gysi äussert, die Frage auf: “Wen aber haben sie denunziert, Herr Gysi” 
Ist das Interview die Beichte Gysis an die Adresse Dietmar Bartschs, den er gemeinsam mit Lafontaine aus dem Amt gemobbt hat? Oder ist es das für viele überfällige Gestänis an die Adresse der Opfer des SED-Systems? Vielleicht ist es beides?!?

Angesichts seines messerscharfen Verstandes und der Erfahrung mit Interviews, erscheint es bemerkenswert, welche Sprache Gregor Gysi verwendet: Auf sein enges Verhältnis zu Oskar Lafontaine und die damit verbundene Enttäuschung vieler ostdeutscher Weggefährten angesprochen, spricht Gysi – ohne Not – über Denunziation. Und wie!!
Weder ist Gysi auf das Thema Denunziation und Spitzeltätigkeit) angesprochen worden. Noch sagt er unzweideutig »Lafontaine und ich haben niemals denunziert.« 
Statt dessen schränkt Gysi diese für politische Hygiene an sich unverzichtbare Selbstverständlichkeit nicht nur ein. Er entwertet sie geradezu, in dem er bekennt, er und Lafontaine hätten sich »gegenseitig« niemals denunziert! Dieser Satz wirft gerade dann ihn jemand wie Gysi äussert, die Frage auf: “Wen aber haben sie denunziert, Herr Gysi?” 
Ist das Interview die Beichte Gysis an die Adresse Dietmar Bartschs, den er gemeinsam mit Lafontaine aus dem Amt gemobbt hat? Oder ist es das für viele überfällige Gestänis an die Adresse der Opfer des SED-Systems? Vielleicht ist es beides?!?

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