Unbescholten melde ich mich zu einer politischen Veranstaltung an, von denen es in Berlin wahrhaft nicht wenige gibt. Ich konnte nicht ahnen, dass diese hier etwas ganz besonderes werden wird. Spannung, Action und Kameras, alles dabei. Dazu kommen wir aber später: weiterlesen →
Dez 11
TV-Tipp der führenden Pharmaunternehmen
Dez 11
Erbarmen!
Es ist ein Kreuz! Sprich: eine Last und Qual, denn als solches wurde das heutige Symbol der Christenheit ursprünglich verwendet. Christian Wulff hat viele Freunde in Politk und Medien. Aber er hat offensichtlich auch viele Neider. Und Feinde. Denn nichts anderes als feindselig ist die aktuelle Debatte um ein angebliches Täuschungsmanöver des heutigen Bundespräsidenten gegenüber dem Landtag Niedersachsen. Dabei lohnt sich ein Blick auf die Fakten, um schnell heraus zu finden, was dran ist am angeblichen Skandal.
Dez 11
Halbwertzeit eines Senators
Seine Amtszeit währte nur kurz. Im Grunde hatte der frisch gebackene Berliner Senator für Justiz und Verbraucherschutz – ein im Übrigen ziemlich einmaliger Ressort-Zuschnitt – nicht mal richtig seinen Schreibtisch eingeräumt, als die Fragen hinsichtlich seiner beruflichen Vergangenheit (und vielleicht sogar Gegenwart?!) begannen. Die Fragen nach seinem Verhalten als Notar bei Geschäften mit Immobilien, um deren Qualität es wohl nicht zum Besten stand. Es zeigt wieder einmal, dass Rechtmäßigkeit und moralische Integrität zweierlei sind. Sicher hat Ex-Senator Michael Braun gesetzlich alles richtig, also rechtmäßig gemacht. Das Gegenteil unterstellt ihm auch niemand. Hat er aber auch richtig gehandelt, wenn er wider besseres Wissen nicht versucht hat, Leid von anderen abzuwenden, indem er etwas notariell beurkundet, was offensichtlich “faul” war? Das ist die Frage im neuen Berliner Senator-Gate, die am Ende nur Herr Braun selbst beantworten kann. Eines haben die 10 Tage Justiz- und Verbraucherschutzsenator wieder einmal mehr gezeigt: Salamitaktik in der Politik ist nur selten gut gegangen. Aber warum nicht mal nach dem Motto verfahren, alle Fehler sind schon gemacht worden, aber nicht von allen…
Dez 11
Sie sind ein Mörder und ich auch.
Wir fühlen uns unschuldig? Fragen uns, wen wir umgebracht haben sollen? Allein diese Frage beweist unsere Schuld schon, denn sein Fehlen fällt uns nicht auf. Wir sind noch nicht einmal Einzeltäter. Gemeinsam mit unseren Komplizen schlagen wir Tag für Tag zu. Doch Mord ist uns nicht genug. Wir verbrennen Millionen Steuergelder, wir produzieren Atomkraft und stiften Irre zu wirren Taten an.
Wer wir sind? – Wir sind süchtig nach spektakulären Informationen.
Wen wir auf dem Gewissen haben? – Den Qualitätsjournalismus! weiterlesen →
Dez 11
Klimahokuspokus
Seit Tagen schon verhandeln die großen und kleinen Klimaretter der Welt im südafrikanischen Durban über die Fortführung des im Jahr 2012 auslaufenden Kyotoprotokolls. Neue Regeln müssen her und zwar schnell. Schließlich war in Cancún im vergangenen Jahr viel vereinbart worden und nun fehlt der völkerrechtliche Rahmen, der die Vereinbarungen quasi in Stein meißelt und die großen und kleinen Klimaverpester wirtschaftlich bluten lässt. Vereinbart wurde ein GREEN CLIMATE FUND, der den ärmeren Ländern der Welt bei der Anpassung an den Klimawandel dienlich sein und bereits 2012 seine Arbeit aufnehmen soll. Bis 2020 sollen 100 Milliarden (!!!) Dollar jährlich in den Fonds fließen und die ärmeren Länder vor Klimakatastrophen schützen. Die Vereinbarung von Cancún sieht auch die Reduzierung der Erderwärmung um 2 Grad sowie die Begrenzung der Treibhausgasemissionen um 25 bis 40 Prozent bis 2020 gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter vor. So weit, so gut. Aber, wie war das noch Mal, warum gibt es diese, meist erfolglosen, Klimagipfel, was wollen wir eigentlich retten? Das Klima? Will das Klima überhaupt gerettet werden?
Dez 11
Der Steinespalter
Um 9:56 Uhr tritt heute der SPD Vorsitzende Sigmar Gabriel ans Rednerpult. Es ist/war sein Tag: Er tritt zwischen den “Stones” auf. Nicht als Pausenfüller oder Vorband, sondern als einer, der die Entscheidung will. Kurz nach seiner Wiederwahl mit 91,6 % – vor zwei Jahren in Dresden waren es noch 94,2 % – betritt er die Presselounge des Parteitages. Gefolgt von einer Schar „Nahe-sein-Wollender“ als wäre er der neue Justin Bieber der SPD. Gabriel hat ohne Zweifel wieder sein Redetalent unter Beweis gestellt am Vormittag. Da kommt der mitunter spröde und technisch wirkende Steinmeier genauso wenig mit wie der intellektuell und nicht selten überheblich anmutende Steinbrück. weiterlesen →
Dez 11
Der Atlantikspalter
So, jetzt habt Ihr es geschafft: Wir müssen uns auch noch einmal des Themas annehmen. Das beinahe beispiellose Diskutieren über jemanden, der gar nicht da ist, mutet seltsam an. Die Rede ist natürlich von KTG. Seinerzeit im Februar dieses Jahres hat die fette Henne richtiger Weise u.a. darauf hingewiesen, dass es nicht ratsam ist, vorzuverurteilen. Gut, heute sind wir ein dreiviertel Jahr weiter und natürlich klüger mit Blick auf das Ergebnis. Eine vorurteilsfreie Betrachtungsweise sollte selbstredend weiterhin Bestand haben. weiterlesen →
Nov 11
Eine Lanze für den Förderalismus
Föderalismus ist ein alter Hut der Alliierten. Die Kleinstaaterei führt nur zu Streit. Es braucht einen großen Bruder, der seine machtvolle Keule schwingt, um Probleme vom Tisch zu fegen. So zerreißt ein Kommentar auf Spiegel-Online den deutschen Staatsaufbau in der Luft und bedient sich dabei zahlreicher Bilder. Landesfürsten sind nur interessengeleitete Zwerge, die koordiniertes Handeln nicht zulassen. weiterlesen →
Nov 11
Der Kompass der CDU
Nov 11
Alte Erfindungen für neue Herausforderungen
Vielerorts wird Angela Merkel dieser Tage als opportunistisch oder gar wankelmütig bezeichnet. Wie kann es sein, dass eine CDU-Kanzlerin offen für den Mindestlohn eintritt oder mit Hilfe einer Schulform die Hauptschule bundesweit abschaffen möchte? Unfassbar, finden das weite Teile ihrer eigenen Partei. Und auch der liberale Koalitionspartner zeigt sich denkbar geschockt. Ist doch der Mindestlohn ein längst erfundenes „linkes“ Thema, das zum festen Wahlkampfrepertoire der Sozialdemokraten zählt und zudem Dorn im eigenen Auge ist. weiterlesen →
Nov 11
Es braucht eine Kehrtwende

Bundespräsident Christian Wulff (hier im Gespräch mit Kindern) mahnt eine Kehrtwende bei der Bemessung dessen an, was Glück und Erfolg ist.
“qualitatives Wachstum [zu schaffen], wo man Lebensqualität, wo man Glück, wo man Zufriedenheit anders bewertet als nur in Wachstumsraten, wie das herkömmlich traditionell der Fall ist.”
Ich bin ziemlich sicher, dass Thomas Derale sich gefreut hätte, diese Sätze zu lesen.
Das vollständige Interview mit Bundespräsident Christian Wulff lesen Sie hier. Foto: (C) Copyright Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Nov 11
Eine überraschende Botschaft

Fette-Henne-Gastautor Bernhard Ziegler ist Vorsitzender des Interessenverbandes Kommunaler Krankenhäuser e.V. (www.ivkk.de)
Die Autoren der Studie irren grob, wenn sie einen Zusammenhang zwischen der Lage einer Klinik und ihrer Wirtschaftlichkeit sehen. Wenn überhaupt sind es Kliniken in ländlichen Regionen, die unter professioneller Leitung wirtschaftlich erfolgreich sind, anstatt – wie in der Studie unterstellt - grundsätzlich defizitär. Hingegen kommt es in Ballungsräumen wie z.B. dem Rhein-Main-Gebiet unabhängig von der Trägerschaft dann leicht zu unwirtschaftlichen Strukturen, wenn Angebote nicht aufeinander abgestimmt mehrfach angeboten werden. Dieses Problem wird nicht durch einen Wechsel der Trägerschaft gelöst, sondern nur durch bedarfsgerechte und regional abgestimmte Planung.
Dass die Studie Strukturen beschreibt, in denen Profitabilität als Indikator für Privatisierungschancen gesehen wird, ist mehr als kurzsichtig, wenn man bedenkt, dass die wirtschaftliche Attraktivität des deutschen Gesundheitswesens für private Investoren vor allem aus der öffentlich garantierten Krankenversicherungspflicht und dem daraus resultierenden Solidarsystem resultiert. Risiken (Defizite) öffentlich abzusichern und Profite zu privatisieren ist eine Botschaft, die aus dem Haus der HSH-Nordbank überraschend klingt.
Strukturpolitisch weist die HWWI-Studie zudem in eine bedenkliche Richtung, wenn sie sinkenden Versorgungsbedarf signalisiert. Katastrophenfälle wie Pandemien oder terroristische Angriffe sind in diesen Szenarien völlig unterrepräsentiert. Stationäre Gesundheitsversorgung ist und bleibt jedoch eine Aufgabe der Daseinsvorsorge, die auch solche Situationen mit berücksichtigen muss.
Bernhard Ziegler ist der Vorsitzende des Interessenverbandes kommunaler Krankenhäuser in Deutschland e.V.


















