Peter Müller 2.0

Was haben Angela Merkel und Peter Müller gemeinsam? Beide links? Nein, nur weil beide nicht dem konservativen Unionsflügel angehören (wer tut das heute noch?), sind sie nicht links. Was schon eine Gemeinsamkeit wäre, aber die ist hier nicht gemeint. Beide verbindet, dass sie oft unterschätzt werden! Wolfgang Schäuble, Roland Koch und Friedrich Merz sind nur einige Namen, die sich in ihrer jeweiligen Einschätzung von Frau Merkel grob und teilweise endgültig verschätzt haben. Peter Müller hat zwar keine so prominente Strecke politischer Gegner vorzuweisen. Doch unterschätzt wird auch er häufig. Erneut hat er bewiesen, dass er unter den CDU-Politikern und ihrem Verständnis von Web 2.0 in der Politik zu den First-Movern gehört. Peter Müller hat Spreeblick besucht und ein bemerkenswert offenes Interview gegeben!

Vor allem kann man Peter Müller beglückwünschen, weil er sich klar vor Netzpolitik.org gestellt und das Vorgehen der Bahn gegen die Veröffentlichung des internen Memos in der Spitzelaffäre kritisiert hat (“Das Mittel war falsch, auch wenn Korruptionsbekämpfung richtig ist”). Gerade in diesen Zeiten des Zweifels der Online-Community an den Absichten und der Integrität der Politik (siehe heutigen Post zum Thema Verschwörung), ist dies ein wichtiges und richtiges Signal!

Auch Johnny Haeusler muss man zu seinem Mut beglückwünschen, denn es ist auch für Spreeblick keine Selbstverständlichkeit, CDU-Politiker zum Interview zu bitten. Viele Kommentare zu dem Post zeigen, dass die Leser anfangs durchaus reserviert auf diesen Scoop reagiert haben. Doch das Interview in seiner Natürlichkeit und Offenheit hat auch bei Usern, die nicht allein deshalb “CDU wählen, weil alle anderen Links wählen” (Peter Müller), Respekt erzeugt! Chapeau Peter Müller! Sollte sich niemand wundern, wenn die Strecke politisch von Peter Müller erledigter Gegner im Herbst auch die Namen Oskar Lafontaine und Heiko Maaß enthält!

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