Schutz vorm Schutze

Gut 10 Jahre heißt des Ministerium nun BMELV, also Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Bis zum 22. Januar 2001 war es das “Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten”. Gut, nichts ist für die Ewigkeit und die damalige Ministerin Künast hat das Lanzebrechen für die Verbraucher gerne angenommen – oder sollte man besser sagen: Gefallen am Bevormunden gefunden?! Seither heißt es lediglich die “Verbraucherschutzministerin” und egal welche politische Couleur, der Einfallsreichtum, wovor der Verbraucher (was verbraucht der denn permanent?) alles geschützt werden muss, kennt offenbar keine Grenzen…So auch wieder beim Thema Bankberatung. Ich hatte mich hier vor einiger Zeit schon einmal mit einer ähnlichen Thematik auseinander gesetzt. Als mündiger Bürger geht mir das Diktat dessen, worauf ich staatlich vorgekaut zu achten habe, gelinde gesagt ziemlich gegen den Strich.

Wenn staatliche Einrichtungen den Bürgern nicht mehr zutrauen, eigenständig und selbstbestimmt die Angelegenheiten ihres Alltags zu erledigen, “erzieht” sich ein Land zur Unselbständigkeit. Das ist bedauerlicherweise ein schleichender Prozess und passiert nicht von heute auf morgen. Daher muss jeder einzelne Schritt in diese Richtung kritisch begleitet werden. Es kann nämlich nicht im Sinne eines demokratischen Gemeinwesens sein, ständig an der Souveränität und Mündigkeit der Bürger zu zweifeln. Von dieser Souveränität hängt schließlich die Demokratie insgesamt ab!

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