Posts Tagged: Euro


12
Jul 15

Es kann nicht sein, …

Die Griechen haben Vertrauen verspielt. So heisst es…

Die Augen vor der Realität verschließen. Statt dessen eine eigene, neue Wunsch-Welt erzeugen. Keine Berufsgruppe ist darin geübter, als der Stand der Politiker. Darum ist die “Deutungshoheit” ein so hoher Wert im politischen Geschäft. Verlierst du die, steht es schlecht um deine Chancen. Aus diesem Grund haben sich Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und die Union darauf versteift, den “Vertrauensverlust” zu beklagen, der neue, schärfere Reformschritte in Griechenland zur Bedingung für neue Hilfen macht. Es fragt sich nur, welche Chancen die von Merkel und Schäuble dominierte Bundesregierung wahren will. Und welches Vertrauen sie verloren zu haben glaubt? Continue reading →


30
Jun 15

Grexit – oder: die Suche nach dem sanften Flügel der CDU

 

EU

Ist Europa mehr als ein rationales Modell? Der Ausgang des Grexit-Dramas wird aufschlussreich sein.

 Ein »Angriff auf die Griechische Demokratie.« So nennt ein veritabler Nobelpreisträger das “Angebot”, mit dem EU, Weltwährungsfonds und EZB Griechenland zu “helfen” vorgaben. Und er beschreibt, wie fatal die Wirkung der geforderten Maßnahmen das ohnehin schon gebeutelte Hellas treffen und ihm seine Zukunftschancen nehmen würden. 
Ist in der CDU 70 Jahre nach ihrer Gründung niemand mehr mit einem Sinn für Verantwortung? Mit einem Verständnis für Parallelen zwischen dem Deutschland von 1945 und dem Griechenland von heute? Continue reading →


25
Sep 12

Glückwunsch, Deutschland!

Wolfgang Schäuble

Foto: Laurence Chaperon, www.wolfgang-schaeuble.de

Mein Kollege Axel Wallrabenstein empfiehlt auf Facebook diesen Artikel von Jakob Augstein über Helmut Kohl. Danke für die Empfehlung, Axel! Im Kern sehr gut und treffend geschrieben. Allerdings: was Augstein über Karasek und Kohl schreibt, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit über Angela Merkel und sich selbst in zwanzig Jahren lesen können. Selten einen bösartigeren Artikel gelesen, was das angeht!
Und noch eine Bemerkung: kann sich jemand vorstellen, dass Wolfgang Schäuble heute noch aktiv Politik machen würde, wenn er 1998 Kohls Nachfolger geworden wäre? Selbst wenn er die Wahl damals gewonnen hätte – bis heute hätte es wohl kaum eine dann 30jährige CDU-Regierung gegeben. Alle Gesetze politischer Wahrscheinlichkeit und Oskar Lafontaines populistisches Geschick sprechen dagegen.
Wenn Schäuble aber heute nicht mehr aktiv Politik machen würde, wer wäre dann heute Bundesminister der Finanzen und würde an der Seite von Angela Merkel ein Projekt schützen, reparieren und weiterentwickeln, was Augstein in erwähntem Beitrag zu recht als “Großes Ding” bezeichnet? Unter ungleich komplexeren Bedingungen als zu jenen Zeiten, in denen der Eiserne Vorhang fiel und Helmut Kohl sich anschickte, die europäische Einigung auf den Weg zu bringen. Wer, wenn nicht Wolfgang Schäuble?
Glückwunsch, Deutschland! Du hattest immer die Politiker, die du verdienst!


10
Okt 11

Wer den schwarzen Peter hat…

Zwei Drittel der auf Bundesebene regierenden Parteien machten am Wochenende auf sich aufmerksam: Die CSU mit ihrem Parteitag in Nürnberg und die FDP mit ihren Regionalkonferenzen in Würzburg und Dortmund. Zwei bemerkenswerte Dinge haben sich da zugetragen. Fangen wir mit dem „weniger“ Aufsehen erregenden an. Continue reading →


16
Aug 11

Von Bond zu Bonds oder zu Hause bei den Bonds

Wer kennt ihn nicht, den legendären Satz: “Mein Name ist Bond, James Bond.” Dieser Tage ist mit Blick auf Europa nur noch von den (Euro)Bonds die Rede – James hat nicht geheiratet, falls das jemand denken sollte. Gemeint sind vielmehr jene europäischen Staatsanleihen, mit Hilfe derer die kriselnden Euroländer vor der erdrückenden Zinslast und den Spekulanten gerettet werden sollen. Zurzeit (Dienstagabend, 16.8.) besprechen sich die deutsche Kanzlerin und der französische Präsident in Paris zu diesem Thema. Continue reading →


26
Jun 11

Hilf(e)losigkeit beim Ausmaß des Schreckens

“Wenn du die Wahrheit suchst, sei offen für das Unerwartete, denn es ist schwer zu finden und verwirrend, wenn du es findest.” Dieser Ausspruch von Heraklit, dem vorsokratischen Philosophen aus dem ionischen Ephesos (5. Jahrhundert vor Christus), trifft durchaus auf die heutige Situation mit dem Euro und Griechenland und, und, und… zu. Das verwirrende an der Debatte um Hilfen/Rettungschirme, Schuldenschnitte/Umschuldungsmaßnahmen und dergleichen mehr ist, dass es offenbar keiner so richtig weiß. Aber dass insgesamt viel nicht gesagt wird, was die Debatte transparenter und somit nachvollziehbarer für uns alle (wir Steuerzahler), machen könnte, liegt ebenfalls auf der Hand. Von der Schwierigkeit, sich hier eine fundierte Meinung zu bilden spricht auch der Blogger-Kollege Spreng:

“Ich habe keine Meinung, weil ich nicht weiß, auf welcher Grundlage ich sie mir bilden, wem und welchen Argumenten ich vertrauen kann.”

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