Posts Tagged: Nachhaltigkeit


3
Nov 11

Es braucht eine Kehrtwende

(C) Copyright Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundespräsident Christian Wulff (hier im Gespräch mit Kindern) mahnt eine Kehrtwende bei der Bemessung dessen an, was Glück und Erfolg ist.

Kein geringerer als Bundespräsident Christian Wulff hat sich für eine neue Definition von Erfolg und für eine nachhaltige Interpretation des Wachstumsbegriffes ausgesprochen. “Es braucht eine Kehrtwende zu nachhaltigem Haushalten und Wirtschaften,” sagte der Bundespräsident im Anschluß an einen Staatsbesuch in Japan gegenüber dem Deutschlandfunk. Dieses erfordere die Notwendigkeit,

“qualitatives Wachstum [zu schaffen], wo man Lebensqualität, wo man Glück, wo man Zufriedenheit anders bewertet als nur in Wachstumsraten, wie das herkömmlich traditionell der Fall ist.”

Ich bin ziemlich sicher, dass Thomas Derale sich gefreut hätte, diese Sätze zu lesen.

Das vollständige Interview mit Bundespräsident Christian Wulff lesen Sie hier. Foto: (C) Copyright Presse- und Informationsamt der Bundesregierung


13
Jun 11

Energie 3.0 – aber bitte nachhaltig!

Atom OFFDie zurück liegende parlamentarische Woche würde es in sich haben, dass war hinreichend bekannt. Was aber allein zum Thema Energie insbesondere am Donnerstag durchs Plenum ging, war beachtlich: Insgesamt 8 Gesetzesvorhaben wurden per Erster Lesung ins Gesetzgegungsprocedere gehievt. Von der Beschleunigung des Netzausbaus über die Stärkung der Klimagerechten Entwicklung von Städten und Gemeinden bis hin, ja bis hin zum mittlerweile 13. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes. Das Werk insgesamt firmiert landläufig unter “Energiewende-Paket”. Viel ist gestritten worden über das beschleunigte Verfahren und dadurch unvermeidliche handwerkliche Fehler, aber das soll hier gar nicht das Thema sein. Der “Verkehrte-Politische-Welt-Aspekt” wäre an dieser Stelle ebenfalls reizvoll, wurde jedoch an anderer Stelle schon gut analysiert.

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8
Jun 11

Es ist machbar, …

Soloarpark

Solarpark

Dies ist kein Beitrag über Sponti-Sprüche. Doch angesichts der Polemik, die sich aktuell aus der Union gegen die eigene Bundesregierung und deren Energiepolitik richtet, wächst die Neigung, solche Alt-Linken Protest- und Provokationssalven wieder zu beleben. Anstatt die Politik der Bundeskanzlerin und Parteivorsitzenden zu konterkarieren und Emotionen zu schüren, sollte die CDU sich anstrengen. Es gilt nicht nur Meinungsführerschaft, sondern vor allem Glaubwürdigkeit zurück zu erlangen. Auch und gerade in der Energiepolitik.
Dass es Alternativen zur Nutzung fossiler und atomarer Energiequellen gibt, muss nicht mehr belegt werden. Klaus Töpfer und Franz Alt sind nur zwei – wenn auch prominente – Fürsprecher aus der CDU für ein mithin spätes Umdenken. Es mangelt vor allem daran, die Kraft voll in Richtung eines nachhaltigen und umWELTgerechten Energiekonzeptes zu lenken.
Dass es Visionäre gibt, die sich nicht von Bedenkenträgerei abbringen lassen, sondern allen äußeren Widrigkeiten zum Trotz einfach TUN und MACHEN, zeigt das Projekt Solarpark Bindlacher Berg bei Bayreuth. Auf der Website der Betreiberfirma COSMOENERGY und auf YouTube gibt es zahlreiche Berichte und Filmbeiträge über die Entstehung und das Konzept der modernen Anlage, die durch Trackingsysteme den Wirkungsgrad der Energieerzeugung aus Sonnenlicht gegenüber festinstallierten Solarpanels um mehr als 30 Prozent verbessert.
eingebunden mit Embedded Video


6
Apr 11

Die grüne Union

Was Gerhard Schröder im Mai 2005 die Landtagswahl-Niederlage seiner SPD, war am 27. März dieses Jahres die Zeitenwende in Baden-Württemberg für Angela Merkel. Zwar ist sie nicht soweit gegangen wie damals Schröder, der den Bundestag auflösen ließ. Doch seither rumort es mächtig in der CDU. Prinzipienlosigkeit und Führungsschwäche wird Angela Merkel nun vorgeworfen. Es sei ein schwerer strategischer Fehler, die Union zu einer Kopie der Grünen zu machen, heisst es mit Bezug auf das direkt nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ausgerufene Moratorium der Laufzeitverlängerung. Die Wähler würden dann eher das Original wählen. Und die Wahlerfolge von Stuttgart und Mainz scheinen dies nahe zu legen. Doch viel spricht dafür, dass dieser Schein trügt.
Die Stärke der Grünen ist nicht das Resultat einer Patentanmeldung auf Ökothemen. Richtig ist, dass die Grünen die Themen der Nachhaltigkeit konsequent seit ihrer Gründung im Programm haben. Und das zahlt sich aus. Continue reading →


8
Mrz 11

Wenn Sprit besoffen machen

Heute wird ein bedeutsames Ereignis begangen: Das 100. Jubiläum des Weltfrauentages. Wer ist dieses Wesen Weltfrau überhaupt? Alice Schwarzer wollte den Weltfrauentag letztes Jahr schon abschaffen! Er sei nichts anderes als der “Muttertag des Ostblocks” – hört, hört! Aber zurück zum Thema: Heute, am 8. März 2011 tagt in Berlin der Benzingipfel unter Beteiligung von Ministerien, der Mineralölwirtschaft, der Autoindustrie, der Ethanolwirtschaft und wer sonst noch so beim Spritbrauen bzw. verfahren dabei ist. Erörtert wird die Frage, was wir im Diesseits tanken sollen. “E10″ lautet die Formel, die in den letzten Tagen wahrscheinlich jedes Kind gelernt hat. Wir reden hier also weder über den Europäischen Fernwanderweg noch über den Edison`schen Lampensockel. Es geht um den Saft, den des Deutschen liebstes Kind, das Automobil, zu trinken bekommt: Gutes Super mit einem Schuss Schnaps bzw. Ethanol, daher “E10″ – 10% darf der Anteil der Beimischung betragen. “E10″ könnte aber auch genauso gut für das “Flottenziel” stehen. Also die Senkung des nationalen Flottenausstoßes an CO2 von im Schnitt 130 auf 120 Gramm/km bis 2015; “Einsparung10 Gramm” z.B. Das symbolisiert schon etwas die Vielschichtigkeit dieser Angelegenheit. Continue reading →


16
Feb 11

»If your company is doing something great, you should shout about it!«

»Eigenlob stimmt!«, schreibt Bestsellerautorin Sabine Asgodom. »Nur wer sein Wissen und sein Können gekonnt präsentiert, wird erfolgreich sein!«. Erfolg hin oder her, darüber mag jeder selbst befinden. Doch stolz sind wir mächtig! Der European Business Award hat meine Firma elfnullelf® eingeladen, eine Bewerbung für die EBA 2011 abzugeben. Nicht in Form einer Massenaussendung, sondern durch ein beharrliches Nachfassen mittels Anruf und persönlicher eMail. Die EBA werden seit fünf Jahren jährlich in London vergeben. Natürlich haben wir (noch) nichts gewonnen. Aber gezielt aus einer langen Liste europäischer und deutscher Unternehmen ausgewählt zu werden, finden mein Partner Udo Sonnenberg und ich nicht so wirklich alltäglich. Continue reading →


26
Mrz 09

Vom “Sinn” der Großen Koalition und widersprüchlichen “Strohfeuern”

Die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident traten in dieser Woche in einem bemerkenswerten Gleichklang auf: die aktive Politik hat als allerwichtigste Aufgabe, dieses Land durch eine der schwersten Krisen zu führen. Letztlich hat die Große Koalition damit – spät – in den Augen der Wähler ihren eigentlichen “Sinn” gewonnen und wird daran - nicht an Föderalismusreformen oder Gesundheitsfonds – auch später gemessen werden. Und: die deutsche Politik hat in und durch diese Krise wieder Handlungsfähigkeiten und -vollmachten gewonnen, die man längst im Kampf um die besten wirtschaftlichen Benchmarks als Vergleichsdaten im internationalen Standortwettbewerb verloren glaubte.  Continue reading →


22
Jul 08

Sozialismus? Bürgergesellschaft!

Ein interessanter Beitrag in der heutigen TAZ von Tübingens OB Boris Palmer: Er kritisiert die Strompolitik der Bundesregierung und spricht sich für die Änderung von Rahmenbedingungen aus, die Stadtwerke gegenüber den großen EVUs besser stellen. Konkret fordert er ein Beteiligungsverbot sowie eine Quotenregelung für Strom aus Kraft- Wärme-Kopplung. “Der Beweis für die latente Sozialismus-Romantik der Grünen”, Continue reading →


9
Sep 07

Die Schönheit der Politik

Bernd Ulrich hat in der aktuellen Ausgabe Nr. 37 der ZEIT auf Seite 3 einen bemerkenswerten Essay über “die Schönheit der Politik” veröffentlicht. Bemerkenswert daran ist weniger die Festlegung des Autors auf schöne oder hässliche Momente der Politik. Darüber lässt sich immer streiten. Bemerkenwerst ist der Artikel weil er, wenn auch erst am Schluß, den Zusammenhang von Politik und Medien erwähnt. Ulrich kann man nur zustimmen in seinem Urteil, dass Politik etwas Erhabenes, Schönes sei. Sie ist für uns gleichbedeutend mit Demokratie, der Staatsform, für die ein besserer Ersatz erst noch gefunden werden muß. Auch stimmt, dass Kritik wie sie von prominenten Künstlern wie Grönemeyer oder Enzensberger überliefert wurde, die Gefahr der Demokratieverdrossenheit in sich birgt. Gleichwohl wird auch Ulrich zugestehen müssen, dass es Momente oder gar Trends gibt, auf die Kritik von der Art Grönemeyers oder Enzensbergers zutriftt. Dass es unter Umständen auch angebracht sein kein, diese Kritik so wie geschehen zu äußern – um die Schönheit der Politik zu bewahren! Continue reading →


19
Feb 07

Ordnungspolitischer Sündenfall oder Common Sense?

Ich habe heute bewusst entschieden, mich nicht weiter mit dem Mega-Thema “Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten” auseinanderzusetzen. Auch wenn es schwerfällt, denn wir erleben dort gerade den verzweifelten Versuch, Ursula von der Leyen doch noch zu stoppen. Und zwar in dem von interessierter Seite darauf hingewiesen wird, dass “der Mann hinter den Plänen ein SPD-Mann” ist, den die Ministerin von ihrer Vorgängerin Renate Schmidt übernommen habe (Spiegel Nr. 8/2007, S. 30). Abteilungsleiter können ohne Angabe von Gründen in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden. Dass Frau von der Leyen dies nicht getan habe, beweise – so der unausgesprochene Vorwurf hinter der Attacke – dass sie die Sozialdemokratisierung der CDU doch betreibe. Gleiches wird übrigens derzeit auch gegen Horst Seehofer in Berlin gestreut, soll aber hier ebenfalls nicht weiter abgehandelt werden, ausser mit zwei Hinweisen: Keine Partei, auch nicht die SPD, hat das ewige Vorrecht auf richtige Politik. Und jede Partei, auch die CDU, bringt sich um ihre Legitimation, wenn sie sich beharrlich weigert, dass Gebotene in ihre Politik umzusetzen.

Interessanter scheint dagegen heute die Meldung des Spiegel zu sein, wonach die Ablösung von RWE-Chef Harry Roels durch den Vorstandsvorsitzenden der Oldenburger EWE AG, Werner Brinker, auf Druck der kommunalen Aktionäre der RWE bevorstehe. Continue reading →


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