Die Bedeutung der westdeutschen Medien für das Bewusstsein und die Meinungsbildung der DDR-Bürger vor 1989 ist nach der Friedlichen Revolution vielfach beschrieben worden. Selbst die ”Täler der Ahnungslosen”, ein in der DDR selbst geprägter Begriff für den Nord- und den Südosten ohne Fernsehempfang, konnten durch terrestrische Hörfunkprogramme erreicht werden. Dies waren noch konventionelle Medien, die noch keinen Informationsaustausch innerhalb der unterdrückten Bevölkerung erlaubten.
Mit den Massenprotesten im Iran und der Nutzung der neuen Medien Twitter&Co. durch breite Schichten wurde nicht nur das Meinungsmonopol eines Regimes sondern auch der klassischen Informationskanäle durchbrochen. Als einziges Rezept dagegen griff man in Teheran zu Netzabschaltungen, die aber zugleich die eigenen Kommunikationsmöglichkeiten massiv begrenzten und damit wiederum auch der Opposition nützten.















