Posts Tagged: Steinbrück


13
Feb 13

Windig

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»Peer Steinbrück hat windige Helfer,« schreibt David Schraven im WAZ-Rechercheblog über die Verbindung zwischen Steinbrück, seinem Wahlkampfberater Hans-Roland Fäßler und dem peerblog-Frontmann Karl-Heinz Steinkühler. Vor allem das Verhältnis von Steinbrück und Fäßler ist bedenklich. Nicht, dass es undenkbar wäre, dass sich auf politischer Bühne Freundschaften entwickeln und halten können. Fragwürdig ist allerdings die Beliebigkeit, mit der Steinbrück und Fäßler einerseits den privaten Charakter der Beziehung herausstellen, um Fragen abzuwehren und unbeantwortet zu lassen, auf die es bei einem Dienst- oder Beratungsverhältnis Rechenschaft abzulegen gälte. Gleichzeitig wird das besondere Verhältnis geschäftlich von Fäßler genutzt gegenüber Kunden, die auch zu Steinbrück Berührungspunkte besitzen. Einen solchen, geradezu klassischen Interessenkonflikt zeigt David Schraven im Fall Gelsenwasser. Auch die FAZ hatte die brisante Frage bereits gestellt. Egal wie die Recherchen weiter verlaufen, bereits jetzt wird immer deutlicher, welches bizzare Dienstverständnis Peer Steinbrück hat: auch wenn er als Abgeordneter im Deutschen Bundestag eine Diät bezieht, scheint es ihn nicht zu stören, Unternehmen im öffentlichen Besitz zusätzliche Honorare abzuverlangen. Zwar ging es bei Gelsenwasswer nur um 10.000,- EUR, doch wodurch dieses Honorar gerechtfertigt gewesen wäre, ist nicht bekannt. Ein weiterer Plausch mit Werner Hansch?

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8
Feb 13

Falsche Freundschaft

Steinbrück und Fäßler

Foto + ©Copyright: Astrid Ott

Nach den monatelangen Unruhen um ihren Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück ist die SPD bemüht, Professionalität zu demonstrieren. Sie weiss: Jede gezeigte Unruhe, gar Kritik würde den entstandenen Schaden potenzieren. Insofern waren die Reaktionen auf die Veröffentlichungen zum dubiosen Hintergrund des vollmundig gestartenen peerblog vor allem eines: Schadensbegrenzung durch vorgespielte Routine. Wie schlecht es dennoch um den Zustand der SPD-Kampagne steht, verraten Nebensätze wie dieser: “Manchmal kann man sich gegen Freunde nicht wehren.” Was von vielen als Stoßseufzer des SPD-Vorsitzenden in Richtung des peerblog-Urhebers Karl-Heinz Steinkühler verstanden wurde, offenbart aber vor allem eines: tiefe Risse und Vertrauenskrisen innerhalb des engeren Wahlkampfteams der Sozialdemokraten.

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5
Feb 13

In zweifelhaftem Licht

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Das peerblog schlägt immer höhere Wellen. Nun kommt heraus, dass der Betreiber, ein früherer Redakteur des Focus im Landesbüro Düsseldorf, sich als Lobbyist verdingt hat, der Unternehmen half, sich “in Ministerien zu positionieren”. Damit bekommt der Begriff “Unabhängigkeit” eine neue Qualität: wird hier Wahlkampfhilfe als Vorleistung für einen bevorzugten Zugang zum Kanzleramt unter Steinbrück betrieben?
Es spricht allerdings einiges dafür, dass dieser Einzug fraglich ist, wenn das Management der Kampagne und des Kandidaten Steinbrück nicht professioneller und vor allem effizienter wird. Das peerblog-Beispiel wirft gerade in dieser Hinsicht viele Fragen auf. Entweder ist Peer Steinbrück schlecht beraten, oder er ist tatsächlich beratungsresistent. Nach den Erfahrungen rund um die Honorar-Affäre ist gerade letzteres besorgniserregend. Will sich Deutschland einen Bundeskanzler leisten, der beharrlich Interessenskonflikte übersieht und selbstherrlich handelt? Genau danach sieht es jedoch aus.

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5
Feb 13

WDR: Gratis-Blog »kann peinlich werden«

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Das Gratisblog-Problem für Peer Steinbrück wird immer grösser. Inzwischen steigen auch elektronische Medien von Format wie der WDR auf das Thema ein. In einem Beitrag zur WDR-Sendung Aktuelle Stunde, ging es ausführlich um die Problematik, die anonyme Unterstützer für Steinbrück darstellen können. Zur Frage, wie peinlich es für Steinbrück werden könnte, habe ich in einem Kommentar folgende Einschätzung gegeben:

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3
Feb 13

Unanständiges Angebot

Es gibt neues von Peer Steinbrück. Ein Blog ist gestartet, was sich peerblog nennt und sich nicht scheut, seine Existenz mit der Huffington Post zu vergleichen und Peer Steinbrück mit Barack Obama. Deutschland hat noch nicht verstanden, wie Internet-Wahlkampf funktioniert”, schreiben die Autoren und meinen damit: ganz Deutschland, bis auf uns. In einem Kommentar zu einem Beitrag über ein Fernsehduell zwischen Steinbrück und Merkel habe ich meine Meinung über das Projekt an sich unterbringen müssen. Denn auf der Seite “Über uns” waren Kommentare nicht zugelassen.

Hier ist mein Kommentar an das peerblog im Wortlaut:

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5
Nov 12

Im Namen des Volkes

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Eben erklärte ein Sprecher von Bundespräsident Joachim Gauck auf Nachfrage: beim Auftritt des damaligen “Bürger Gauck” am 11. Dezember 2010 habe es eine Honorarvereinbarung über 25.000 Euro mit der Agentur HMP gegeben. Eine Absprache oder ein Hinweis, dass das Geld gespendet werden sollte, sei nicht erfolgt.
Das entlastet Peer Steinbrück von dem Vorwurf, eine als Spende gedachte Zahlung vereinnahmt zu haben. Es bleibt die Frage, ob Mandatsträger, die für ihre Repräsentationsaufgabe im Namen des Volkes eine Diät und Vergünstigungen erhalten, von Unternehmen in öffentlicher Trägerschaft für “Vorträge” genannte Talk-Runden ein fünfstelliges Honorar annehmen sollten.


2
Nov 12

Steinbrück bekommt Gegenwind aus der SPD

Erster zaghafter Gegenwind: Ralf Stegner nennt Peer Steinbrück unglaubwürdig.

Nun ist es soweit: Peer Steinbrück bekommt ersten, wenn auch noch zaghaften Gegenwind. Ralf Stegner, SPD-Vorsitzender aus Schleswig-Holstein, macht sich auf Twitter Sorgen um die Glaubwürdigkeit der SPD – und ihres Kanzlerkandidaten. Und damit liegt Stegner wahrscheinlich richtig: Nach wie vor weigert sich Steinbrück, Einzelheiten zum Honorar für den Vortrag bei den Stadtwerken Bochum zu nennen. SPD-Sprecher Tobias Dünow mühte sich redlich, im Gespräch mit fette-henne.info Gelassenheit und Normalität zu suggerieren. Diese Fragen hatte ich ihm geschickt:

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31
Okt 12

Tief im Westen

SPD-Foto: Daniel Biskup

Wieviel Fingerspitzengefühl hat der SPD-Kanzlerkandidat? Dass er nicht zart besaitet ist, wissen die Deutschen inzwischen. Doch ob sie sich einen Mann als Kanzler vorstellen mögen, der für Vorträge bei kommunalen Unternehmen mehr Geld nimmt als von großen Deutschen Banken, ist die Frage. Genau das aber ist wohl der Fall. Damit steuert die Honoraraffäre für Peer Steinbrück auf einen neuen Höhepunkt zu.

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5
Dez 11

Der Steinespalter

Um 9:56 Uhr tritt heute der SPD Vorsitzende Sigmar Gabriel ans Rednerpult. Es ist/war sein Tag: Er tritt zwischen den “Stones” auf. Nicht als Pausenfüller oder Vorband, sondern als einer, der die Entscheidung will. Kurz nach seiner Wiederwahl mit 91,6 % – vor zwei Jahren in Dresden waren es noch 94,2 % – betritt er die Presselounge des Parteitages. Gefolgt von einer Schar „Nahe-sein-Wollender“ als wäre er der neue Justin Bieber der SPD. Gabriel hat ohne Zweifel wieder sein Redetalent unter Beweis gestellt am Vormittag. Da kommt der  mitunter spröde und technisch wirkende Steinmeier genauso wenig mit wie der intellektuell und nicht selten überheblich anmutende Steinbrück. Continue reading →


31
Okt 11

Auf den Bauern kommt´s nicht an…

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen – soweit ein bekanntes Sprichwort. Zwar ist schon viel zwischenzeitlich über das „falsche Spiel“ der Herren Steinbrück und Schmidt geschrieben worden, aber ein Aspekt wurde bisher nur wenig beleuchtet: Wie mache ich mich selbst zum Kanzler(-kandidat), wenn es die anderen (noch) gar nicht wollen? Diese Frage versucht offenbar Peer Steinbrück einer Antwort zuzuführen, indem er sich selbst in Szene setzt. Leider übersieht er dabei, dass er sich überinszeniert. Continue reading →


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