Verantwortung ist eine Bringschuld der Medien

An die Verantwortung der Medien appelliert das Blog »ohfamoos«

Medien, die Presse, beanspruchen eine Wächterrolle in der Demokratie. Sie sind grundgesetzlich geschützt, sehen sich als “vierte Gewalt”. Dass mit einer solcherart herausgehobenen Position nicht nur Rechte (und zwar jene der unbeschränkten Recherchemöglichkeit und Freiheit zur Veröffentlichung von Kritik), sondern auch Pflichten einhergehen, wird immer wieder übersehen. Diese Pflichten umfassen nicht nur das Gebot, fragwürdig teure Werbegeschenke an privilegierte Gäste aus Politik und Wirtschaft zu unterlassen. Es gehört auch dazu, eine verantwortliche Berichterstattung. Gerade in Zeiten, die von epochalen Ereignissen wie der gegenwärtigen Flüchtlingskrise geprägt sind.
Ein Aufruf des erfrischend entspannten Blogs ohfamoos spricht sich für ein Manifest der Medienmacher für mehr Verantwortung aus, das ich gerne und aus Überzeugung mitgezeichnet habe.

»Chefredakteure und andere Meinungsmacher bestimmen tagtäglich, welche Themen sie „spielen“ und aufgreifen: Was bleibt Zwischenfall, was wird Titelthema? Wofür stellen sie Transparenz her, was zunächst vielleicht suboptimal ist oder wirkt? Sie haben es in der Hand, was sie auf Seite eins hieven und was sie weiter hinten in die schiere Masse täglicher Ereignisse einordnen. Verkloppt ein Schuljunge seinen Klassenkameraden, ist das sicher schlecht. Aber ist er damit reif für eine Schlagzeile? Und verhält es sich mit einer Prügelei in einem Wohncontainer für Asylsuchende nicht ähnlich?«

Quelle: ohfamoos.com

Ein Kommentar hinterlassen


Premium Wordpress Plugin