WDR: Gratis-Blog »kann peinlich werden«

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Das Gratisblog-Problem für Peer Steinbrück wird immer grösser. Inzwischen steigen auch elektronische Medien von Format wie der WDR auf das Thema ein. In einem Beitrag zur WDR-Sendung Aktuelle Stunde, ging es ausführlich um die Problematik, die anonyme Unterstützer für Steinbrück darstellen können. Zur Frage, wie peinlich es für Steinbrück werden könnte, habe ich in einem Kommentar folgende Einschätzung gegeben:

Weil Sie richtig analysieren, dass es “für Steinbrück peinlich” werden könnte, sind die Erklärungen aus der SPD unglaubwürdig! Wer würde die Nutzung des Namens gestatten, wenn es peinlich werden kann, weil Hintermänner zum Vorschein kommen, die er (“der Peer”) lieber nicht in seiner Nähe sehen möchte? Und wie will das Steinbrück-Team wissen, dass das Blog “unabhängig” sei, wenn es die Finanzierer nicht kennte? Also ist doch wohl eher klar: Steinbrück kennt die Gönner, will sie aber nicht dem SPD-Budget zurechnen lassen und wählt diesen Umgehungs-Weg aus, der ja ach so unbedenklich ist, weil er “von Barack Obama übernommen” ist. Dumm nur, dass das politische System in Amerika ein ganz anderes ist, und sich in vielerlei Hinsicht nicht übertragen lässt. Wo es aber vorbildlich ist: beim Transparenz-Anspruch: Obama hat seine Spender und Gönner offen gelegt, um Interessenkonflikten vorzubeugen.
Dass Steinbrück sich im übrigen hochschreiben lassen will von jemandem, der mal diese und mal jene Haltung hat (Herr Steinkühler war nicht nur Auftraggeber für Steinbrück als er eine Rede buchte, sondern auch Steinbrücks Kritiker auf seinem “stoneblog” mit wenig schmeichelhaften Worten für die charakterliche Festigkeit des “Kandidaten”), scheint vor allem eines zu zeigen: Steinbrück und auch die SPD haben aus “Bochum” nichts gelernt. Sie halten sich für etwas Besseres als jene, für die schnöde Veröffentlichungspflichten beim Präsidenten des Bundestages gelten.

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