Ypsilanti und Heilmann – SPD und Linke

Zwei Namen sind in letzter Zeit zu fragwürdiger Berühmtheit im politischen Deutschland gelangt, was den mit Ihnen verbundenen Parteien gar nicht behagt. Zum einen geht es um Frau Ypsilanti, die nach ihrem Harakiri-Kurs in Hessen in der SPD geduldet wird, aber bereits Vergangenheit ist. Zum anderen geht es um den Linken Bundestagsabgeordneten Lutz Heilmann, der nicht nur seine Tätigkeit für das DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS, “Stasi”) in seiner offiziellen Biografie als “verlängerten Wehrdienst” verharmlost hat, sondern gegen Veröffentlichungen auf der Online-Enzyklopädie Wikipedia mit gerichtlichen Verfügungen und einer zwischenzeitzlichen Zwangssperrung reagierte. In gleicher Weise wie die SPD-Spitze versucht, zur umstrittenen Frontfrau in Wiesbaden auf Distanz zu gehen (etwa Fraktionschef Peter Struck), ist die Spitze der Linkspartei bemüht in Person der Bundestags-Vizepräidentin Petra Pau Heilmanns Vorgehen als persönlichen Fehltritt zu relativieren. Beides ist unehrlich und offenbart das wahre Dilemma sowohl der SPD als auch der Linken. Pikant ist zudem, dass das Problem der Ex-SED ursächlich ist für das der Sozialdemokraten. Die “neue Linke” ist nämlich wie der Fall Heilmann in doppelter Hinsicht zeigt die alte autoritäre und antidemokratische DDR- Staatspartei. Und es ist der Umgang damit, der die SPD sprichwörtlich “zerreißt”, weil ein Teil von ihr aus purer Machtsucht bereit ist, die Augen vor dieser Tatsache zu verschliessen, wenn es sie nur an die Regierung bringt.Heilmann ist ein typischer SED-Kader, sowohl biografisch als auch in seinen heutigen Denkstrukturen. Er nutzt den Rechtsstaat, den er mit seinesgleichen überwinden will, um zu verhindern, dass seine Verstrickung in das Unrechtsregime weiter hinterfragt werden kann. Dies wird ihm nicht gelingen, doch allein der Versuch zeigt, wes Geistes Kind er ist. Und nicht nur er! Denn es ist undenkbar, dass die Parteispitze der Linken nicht genau wusste, wo Heilmann tätig war: “verlängerter Wehrdienst (Personenschutz MfS)” ist vielleicht für Alt- Linke in Schleswig-Holstein ein Böhmisches Dorf, nicht jedoch für Gysi, Bisky und Bartsch! Trotzdem haben sie und alle übrigen, die wissen hätten können zu dieser Unehrlichkeit geschwiegen. Warum? Weil auch sie selbst in gleicher Weise unehrlich gegen sich selbst und gegen ihre Wähler sind, denen sie das Märchen vom “Anwalt des kleinen Mannes” auftischen.Weder Bundesgeschäftsführer Bartsch, noch Gysi haben sich bis heute daran erinnern können, wo das verschwundene SED-Vermögen abgeblieben ist, für das beide Mitverantwortung getragen haben und das unter ihren Augen “spurlos” verschwunden ist. Wohlgemerkt: dabei handelte es sich um mehrere Milliarden D-Mark, mit denen viele Hartz-IV-Bezieher gut und lange versorgt werden könnten!Hier liegt das eigentliche Glaubwürdigkeitsproblem der Linkspartei, die sich nur vordergründig um die Anliegen der Schwachen kümmert, aber eigentlich nur sich selbst und die Absicherung eigener Pfründe im Sinn hat. Weil dies so offenkundig ist, liegt hier auch das Problem der SPD! Denn auch die SPD-Spitze sieht tatenlos zu, wenn Hasardeure wie Reinhard Höppner, Klaus Wowereit, Harald Ringstorf oder Andrea Ypsilanti aus purer Machtfixierung den Ruf der SPD aufs Spiel setzen. Und ihn unweigerlich ruinieren! Dass es auch andere Parteien nicht viel besser machen, ist dabei keine Entschuldigung, sondern eine Anklage: die SPD ist nicht die glaubwürdige Alternative, die sie zu sein vorgibt!Von meinem iPhone gesendet Bitte Tippfehlrr zu entschuldihen :-)

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